„Utopia hat etwas Besonderes – es war sehr cool hier!“

DJ Sam Feldt im Exklusiv-Interview über Utopia Island und seine Musik

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DJ Sam Feldt hat bei den Gästen zur Preparty von Utopia Island ordentlich für Stimmung gesorgt. © Laura Schindler

Auf der Preparty von Utopia Island hat der international gefeierte, niederländische DJ Sam Feldt (24) den Besuchern ordentlich eingeheizt. Ich habe ihn für die Moosburger Zeitung nach seinem Auftritt getroffen und mit ihm über seine Musik gesprochen.

Wie war es für dich, auf Utopia Island aufzutreten? Wie hast du das Festival an sich wahrgenommen?

Sam Feldt: Es war mein erstes Mal hier, deshalb wusste ich gar nicht, was mich erwarten würde. Es war schön, dass ich auf der Preparty auflegen durfte, da die Leute zu diesem Zeitpunkt noch voller Energie sind und toll auf dich eingehen. Es war wirklich sehr cool hier, es hat mir gut gefallen!

Und ist dir irgendetwas Besonderes hier aufgefallen, das Utopia Island von anderen Festivals unterscheidet, nachdem du ja immerhin bereits fast auf allen großen Electro-Festivals der Welt aufgelegt hast?

Sam Feldt: Ja, ich durfte wirklich schon auf vielen Festivals spielen, wie beispielsweise Tomorrowland, Coachella, UMF oder Ushuaia. Ich finde, dass das Publikum, besonders hier in Deutschland, einfach einzigartig ist. Und das macht den Unterschied! Du kannst das größte Festival, die schönste Bühne, die meisten Zuhörer haben – aber wenn die Leute nicht abgehen, ist das überhaupt nichts wert. Und hier war es eben sehr einfach, es war nur ein Zelt, aber es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, und das war, weil die Leute so gut mitgegangen sind.

Und was speziell macht dann den Unterschied: Sind es die Deutschen im Allgemeinen, war es das Festival, die Location oder einfach das Gesamtpaket?

Sam Feldt: Na ja, in Deutschland hast du generell fantastische Zuhörer. Aber hier war ich wirklich überrascht, denn als ich angefangen hatte, mein Set zu spielen, war es noch sehr ruhig. Aber dann, nach etwa 20 Minuten, hat sich das Zelt schnell gefüllt. Normalerweise dauert es eine Weile, bis man in der Stimmung ist, Party zu machen. Aber hier sind die Leute wirklich von der einen auf die andere Minute dabei gewesen. Und ich denke, das ist schon etwas Besonderes an Utopia Island.

Wie wurdest du auf das Utopia Island Festival aufmerksam?

Sam Feldt: Um ehrlich zu sein, habe ich noch nie davon gehört, da ich in Amsterdam in den Niederlanden lebe und wir haben viele eigene Festivals dort. Mein Booking Team hat alles organisiert, aber natürlich habe ich mich davor über Utopia Island informiert und mir ein paar alte Videos angesehen und dann war ich echt aufgeregt, hier zu performen!

Press & Features Sam Feldt
Sam Feldt hat allein auf Spotify über sechs Millionen monatliche Hörer. © Sam Feldt

Warst Du schon immer ein Fan von elektronischer Musik?

Sam Feldt: Ich war schon immer ein Fan von vielen Genres. Ich hab Metallica und die Foo Fighters gehört, aber auch John Mayer oder Jack Johnson, Rock, Pop, Folk – alles Mögliche. Das ist auch der Grund, warum ich versuche, so viele melodische Aspekte in meine Songs zu packen wie möglich. Mit dieser Musik bin ich aufgewachsen.

Wann hast du dich dazu entschieden, DJ zu werden und warum?

Sam Feldt: Ich erinnere mich noch genau an ein Festival vor langer Zeit, als ich Justice zum ersten Mal live gesehen habe. Und ich dachte mir: Wow, das ist echt cool, dass du das alles mit Computern und elektronischer Musik machen kannst. Das war der Moment, als ich mich dazu entschieden habe, DJ zu werden. Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich bereits angefangen, ein wenig meine eigenen Songs zu produzieren. Vor etwa acht Jahren habe ich beschlossen, dass ich es wirklich versuchen werde und ich habe mir die ganze Ausrüstung zugelegt, versucht einen Vertrag zu bekommen und dann hat es immerhin noch fünf Jahre gedauert, bis ich einen hatte!

Wie ist es für dich, wenn du an diesen Anfang zurückdenkst und deinen Erfolg heute siehst und einen Vergleich ziehst?

Sam Feldt: Das ist wirklich unglaublich! Es gab viele Momente, in denen ich mir gesagt habe, dass ich aufgeben werde, mir einen normalen Job suchen werde. Jeder um mich rum hat angefangen, einen richtigen Beruf zu lernen, das war viel Druck. Aber ich bin wirklich froh, dass ich meinen Traum nicht aufgegeben habe, jetzt im Nachhinein ist alles gut geworden.

Hat der Erfolg etwas in deinem Leben verändert?

Sam Feldt: Alles! Davor war ich in der Schule, verbrachte meine ganze Freizeit hinter dem Computer, um Musik zu machen. Und nun verbringe ich die meiste Zeit auf der Straße, spiele Shows, ich bin kaum zu Hause und überall auf der Welt unterwegs. Das alles hat mein Leben in vielen Dingen verändert, aber die meisten davon sind gut. Wenn ich auf die Bühne gehe, denke ich mir: Das ist es wert!

Bist du noch nervös, wenn du auf Festivals auftrittst?

Sam Feldt: Es gibt ein paar Festivals, bei denen ich wirklich noch aufgeregt bin, beispielsweise das Ultra Music Festival, weil dort Millionen Menschen den Livestream ansehen und wenn du einen Fehler machst, es alle mitbekommen! Aber auf normalen Festivals habe ich das eigentlich nicht mehr.

Wie erklärst du dir den Hype um elektronische Musik in den letzten fünf bis zehn Jahren?

Sam Feldt: Wenn du heutzutage das Radio anmachst, kannst du einen Dance-Song nicht mehr wirklich von einem Pop-Song unterscheiden. Es ist irgendwie eins geworden. Im Gegensatz zu früher ist heute EDM Pop und Pop ist EDM. Leute wie Robin Schulz werden überall im Radio gespielt. Das ist, denke ich, einer der Faktoren: Es ist mittlerweile ziemlich Mainstream geworden. Davor war Dance-Musik nur etwas für den Club und Popmusik nur etwas fürs Radio, jetzt ist es vermischt.

Wie ist es für dich mit so bekannten DJs wie etwa Akon oder Inna zusammenzuarbeiten?

Sam Feldt: Das ist eine sehr große Ehre! Seit ich ein Kind bin, höre ich die beiden beispielsweise, es ist toll, nun mit ihnen arbeiten zu dürfen. Vor ein paar Jahren noch hätte ich mir das nie erträumt!

Hast du irgendwelche Vorbilder?

Sam Feldt: Das ist eine Frage, die mir oft gestellt wird und eine schwierige Frage! Ich habe viele Vorbilder in vielen Lebensbereichen, wie Musik, Sport, im Leben allgemein. Aber ich kann nicht sagen, dieser eine ist mein Vorbild! In der Musik inspirieren mich viele Live-Bands wie zum Beispiel die Beatles. Aber es ist schwierig, einen herauszupicken.

Und in deiner Familie?

Sam Feldt: Ich bin in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen. Mein Vater hat schon immer Gitarre gespielt, hat viele Songs geschrieben und spielt immer noch in einigen Bands, die Musik war also schon immer ein wichtiger Teil in meinem Leben. Meine Mutter begleitet mich auch immer auf sehr viele Festivals. Von ihnen habe ich sehr viel Inspiration bekommen, jedoch sehe ich sie nicht als Vorbilder, weil das bedeuten würde, dass ich genau so werde wie sie und in ihre Fußstapfen trete. Ich denke jedoch, dass man im Leben seinen eigenen Weg finden und gehen soll.

Bald kommt deine neue Single mit Akon und im Herbst ein neues Album raus. Auf was dürfen wir gespannt sein?

Sam Feldt: Genau, am 17. August erscheint die neue Single mit Akon. Der Song beinhaltet eine tolle Kombination von unseren beiden Styles, es war etwas komplett Neues für mich, da ich noch nie zuvor mit einem Rapper zusammen gearbeitet habe. Es ist eine Art Reggae-Hip-Hop-House-Song. Ende Oktober kommt das neue Album, in dem viel neue Sam Feldt-Musik steckt, um die 24 Songs, mit vielen neuen Experimenten, neuen Künstlern, mit denen ich zusammen gearbeitet habe. In dem Album wird man die Vielfalt zu spüren bekommen, für die Sam Feldt steht!

 

Vielen Dank für das Gespräch! 

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Foto im Backstage-Bereich nach dem Interview musste sein! © Laura Schindler

Utopia lässt sich trotz Regen feiern

15.000 Besucher zur fünften Auflage am Aquapark mit Marteria, Martin Garrix und Co.

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Zum Auftritt der Berliner Hip-Hop-Formation „K.I.Z.“ am Freitagabend war der Bereich vor der Mainstage beim Utopia-Island-Festival voll gefüllt. © Laura Schindler 

Über 15.000 Besucher feierten von Donnerstag bis Sonntag den fünften Geburtstag von Utopia Island am Aquapark. Weltbekannte DJs wie Martin Garrix oder Marshmello und auch Deutschlands wohl derzeit beliebtester Rapper Marteria sowie die Berliner Band „K.I.Z.“ schauten vorbei und lieferten emotionale Auftritte ab. Einziges Manko des Festivalwochenendes war das regnerische Wetter, das den Campingplatz in ein Schlammbad verwandelte.

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Pflichtfototermin am Utopia-Schild.  © Laura Schindler 

Utopia Island wird fünf Jahre alt und alle feiern mit: Egal ob aus Hamburg, Garmisch, Stuttgart oder sogar über die Landesgrenzen hinweg – von überall reisten zahlreiche Festivalfans nach Moosburg, um feinen Elektrosound, Rap und Hip Hop zu hören sowie drei Tage in der Utopia-Blase zu schwelgen. Bereits am Donnerstagvormittag stürmten die ersten Gäste den Campingplatz – lange Wartezeiten am Ticketschalter und bei den Sicherheitskontrollen waren vorprogrammiert.

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Lange Wartezeiten beim Einlass zur fünften Auflage von Utopia Island. © Laura Schindler 

Als große Neuheit auf der Insel wurde das Cashless-System eingeführt, bargeldloses Bezahlen durch einen RFID-Chip, überall auf dem Festivalgelände. Damit verbunden mussten die Besucher ihren Chip bei jedem Einlass aufs Neue scannen lassen. Mehr Sicherheit auf dem Gelände und geringere Wartezeiten an Verkaufsbuden versprachen die Veranstalter, dies traf in den allermeisten Fällen auch zu.

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Neu auf Utopia Island: Das Cashless-System mit RFID-Chip am Festivalbändchen, das jedes Mal bei Einlasskontrollen aufs Neue gescannt werden musste. © Laura Schindler 

Am späten Donnerstagnachmittag feuerte André Dancekowski dann im Aura-Zelt – sicher vor fiesem Regen und Wind – den Startschuss für die fünfte Auflage von Utopia Island ab. Es ging weiter mit Falko Niestolik und schließlich: Sam Feldt. Den international gefeierten, niederländischen DJ haben wir nach seinem Auftritt zum Interview in der Backstage-Area getroffen. Den krönenden Abschluss am Donnerstag bildeten „Drunken Masters“ und „Netsky“.

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Schnappschuss mit Festivalgästen, bevor es zum Auftritt von Marteria auf die Mainstage ging.    © Laura Schindler 

 

In der Zwischenzeit, nach heftigen und andauernden Regenfällen, hatte sich der Campingplatz in eine Schlammwiese verwandelt, auf der man ohne Gummistiefel nicht mehr durchkam und verloren war. Bedauert wurde von vielen Festivalgästen, dass es kein richtiges Camping Village mit ausgelegtem Boden an der Campingplatz-Wiese selbst gab wie im vergangenen Jahr. Da das eigentliche Camping Village laut Pressesprecher Leonhard Mandl auf die gegenüberliegende Straßenseite mit befestigtem Untergrund verlegt wurde, war im Vorhinein nicht geplant, die Wege und den Eingang zum Campingplatz mit Stroh, Kies, Platten, Hackschnitzel oder Ähnlichem auszulegen.

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So matschig war es heuer auf dem Utopia Island Festival…    © Laura Schindler 

Hier geht der Daumen im Punkt Organisation leider runter, denn auch kurzfristig konnte keine Lösung mehr gefunden werden, die die weiten Wege durch den Matsch vom Campingplatz zum Festivalgelände oder Parkplatz erleichtert hätte. Positiver Nebeneffekt für die umliegenden Schuhgeschäfte und Baumärkte: Gummistiefel in den Größen 38 bis 46 waren in kürzester Zeit ausverkauft. Schade war zudem, dass der Campingplatz kein markantes Zentrum mit Musik und Verkaufsständen mehr hatte, die Dekoration und Liebe zum Detail der vergangenen Jahre ging hier verloren.

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Die trotz Regenwetter und Wind wunderschöne Festivalavenue von Utopia Island.  © Laura Schindler 

Man merkt, dass die Insel wächst: Zwar kommen jedes Jahr noch bekanntere Künstler zum Utopia-Island-Festival, dafür gibt es mit jedem Mal auch etwas von seinem besonderen Flair der ersten Jahre ab. Die Ticketpreise werden höher, die Insel wird voller, der Campingplatz gleicht teilweise einer Massenabfertigung. Durch den Umzug der Seaside-Stage ans linke Ufer wurde immerhin das Festivalgelände ein wenig erweitert, wodurch sich die Menschenmassen besser verteilten als noch im vergangenen Jahr.

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Die Festivalgäste ließen sich ihre Laune vom Regen nicht verderben. © Laura Schindler 

Absoluter Höhepunkt waren natürlich die Auftritte der Headliner Marteria, Martin Garrix, „K.I.Z.“ und „Marshmello“. Aber auch Tinie Tempah und Sam Feldt heizten den Festivalbesuchern ordentlich ein. Die beste Bühnenpräsenz zeigte jedoch mit Abstand der Rapper Marteria: Nach dem Motto „Das ist ein Marteria-Konzert!“ riss er sich das T-Shirt vom Leib, schmiss es in die Menge und hunderte Fans in der Masse taten es ihm gleich und sangen seine Songs. Obwohl er bereits einmal fallen gelassen wurde, ließ er sich erneut in der Menge treiben und von seinen Fans auf Händen tragen. Er war derjenige, der seinem Publikum am nächsten war und wusste, dieses mitzureißen.

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Deutschlands derzeit wohl beliebtester Rapper Marteria feuerte am Samstagabend auf dem Utopia-Island-Festival die mit Abstand beste Bühnenshow ab. © Laura Schindler 

Die Veranstalter sahen das ähnlich: „Highlights waren die energiegeladenen Auftritte von Marteria und Martin Garrix mit schönem und auf die Musik abgestimmtem Feuerwerk“, sagte Leonhard Mandl. „Außerdem schön waren die großen Augen von den vier Hamburgern, die ein Meet-and-Greet mit ,ATB‘ gewonnen haben. Die vier haben ein Interview durchgeführt, als wären sie die wahrsten Profis, und ,ATB‘ durchaus mit der ein oder anderen ungewöhnlichen Frage herausgefordert.“ Das Fazit der Veranstalter um Lorenz Schmid und Thomas Sellmeir fällt damit wieder positiv aus: „Vor allem, weil sich die Gäste, Künstler und Helfer nicht vom Wetter entmutigen haben lassen und für ein schönes Geburtstagsfest gesorgt haben“, erklärt Mandl.

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Weltstar Martin Garrix zu Gast in Moosburg! © Laura Schindler 

In etwa einer Woche sollte man einen Teilabschnitt des Aquaparks wieder zum Baden nutzen können. Das gesamte Areal soll laut Mandl auch nach gewisser Bodenaufbereitung nach und nach freigegeben werden: „Das dauert etwas länger. Manche Bereiche wurden stärker beansprucht als andere.“

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Der Aquapark bietet auch bei Regen die perfekte Kulisse für das Festival.  © Laura Schindler

Größer, schneller, besser

Utopia Island feiert fünften Geburtstag – und beschenkt sich mit Martin Garrix selbst

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Seit Montag wurde fleißig aufgebaut am Aquapark für die fünfte Auflage von Utopia Island. Das obligatorische Utopia-Schild ist wieder mit dabei. © Laura Schindler

Ab heute Vormittag herrscht rund ums Gelände des Aquaparks wieder Ausnahmezustand: Das Utopia Island Festival steht in den Startlöchern und feiert bereits seinen fünften Geburtstag in Moosburg. Für die kommenden Tage werden über 13 000 Gäste auf der Insel erwartet. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden ein weiteres Mal verstärkt und es wird viel Neues zur fünften Auflage geben. Die Organisatoren haben sich die Kritikpunkte vom letzten Jahr zu Herzen genommen und versprechen: Es soll diesmal alles noch besser, schöner und reibungsloser ablaufen.

Höhepunkt des diesjährigen Utopia Island Festivals ist mit Abstand wieder des fulminante Line Up. Denn mit dem international gefeierten DJ Martin Garrix als Headliner übertreffen sich die Organisatoren einmal mehr und beschenken sich auch selbst zu ihrem fünften Geburtstag. Außerdem darf man sich auf bekannte Namen wie den deutschen Rapper Marteria, Marshmello, K.I.Z. oder Deorro freuen. Bei den über 80 musikalischen Top-Acts, die erwartet werden, sind auch wieder einige noch etwas unbekanntere DJs aus der Region mit an Bord oder auch solche, die bereits ihr Debüt auf der Insel hinter sich haben. Entdeckungsreise, aber auch ein kleines Wiedersehen also – genau das, was das besondere Flair von Utopia Island von Anfang ausgemacht hat. Mit dabei sind beispielsweise noch Art Department, Brennan Heart, Claptone, Netsky, Tinie Tempah, Adana Twins, Drunken Masters, Future Proof, Granada, Sam Feldt, Jax Jones, Le Shuuk, Monkey Safari, Pretty Pink, Grandtheft oder Route 94.

So schön sah es auf Utopia Island aus
Am Aquapark werden zum Utopia Island Festival am Wochenende wieder über 13.000 Menschen zu elektronischer Musik tanzen und feiern. © Patrick Wolf

Drei Tage lang wird wieder an der traumhaften Location des türkisblauen Aquaparks gefeiert, und diesmal, zum fünften Jubiläum, schon mit großer Vorparty am Donnerstagabend. Um die Anreise für die Gäste angenehmer und vor allem schneller durchführen zu können, haben die Organisatoren den Einlass näher an die Straße gelegt, wie Utopia-Island-Pressesprecher Leonhard Mandl mitteilt. Durch seine bessere Lage soll er nun größer und mit doppelt so viel Sicherheitspersonal ausgestattet sein.

Bargeldloses Bezahlen auf Utopia Island neu

Diese werden auch gebraucht, denn die Sicherheitsvorschriften wurden heuer erneut verschärft. Es wird noch genauer hingeschaut, was Wartezeiten nicht ganz vermeiden lassen wird. Zudem wird das Einlassband in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Chip versehen, der das Ticket scannt – ähnlich wie bei Skipasskontrollen am Lift. „Es kann sich also keiner mehr so leicht durchschleichen“, erklärt Mandl.

Der ins Festivalbändchen integrierte RFID-Chip bringt eine weitere Neuerung zu Utopia Island: das Cashless-System. Bargeld wird damit von der Insel verbannt, was ein schnelleres Bezahlen möglich machen und ebenfalls die Wartezeiten an Verkaufsständen verkürzen soll. Den Chip kann man bereits von zuhause aus bequem per Überweisung aufladen, es wird hierfür aber auch viele Stationen am Festival selbst geben. Den Restbetrag kann man sich nach dem Festival überweisen lassen und muss hier nicht extra noch am letzten Tag anstehen.

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Die Festival-Venue wartet auch bereits auf ihre Gäste! © Laura Schindler 

Ab diesem Jahr können Festivalbesucher sich außerdem eisgekühltes Bier über den Utopia-Ticketshop fast direkt vor die Camping-Haustür liefern lassen. Auch Riesenradfahrten und Hubschrauberrundflüge während des Festivals können bereits von zuhause aus übers Internet gebucht werden. Insgesamt haben die Organisatoren rund um die Klangfeld-Geschäftsführer Lorenz Schmid und Thomas Sellmeir weiter an ihrem Konzept gefeilt und das Utopia-Island-Festival optimiert. So soll beispielsweise die große Mainstage dieses Jahr durch einen äußerlichen, verzierten Rahmen in die besondere, handgemachte Dekoration von Utopia mit eingebunden werden, was im vergangenen Jahr nicht der Fall war und von vielen bemängelt wurde. „Darauf darf man sich auf jeden Fall freuen“, verspricht Leonhard Mandl.

Bessere Wasserversorgung für den Campingplatz

Auch den Kritikpunkt zur Versorgung mit Toiletten und Duschen auf dem Campingplatz haben sich die Veranstalter zu Herzen genommen und diese näher an den See gelegt, weil damit die Leitungswege kürzer sind. „Caravancamping und Campingvillage tauschen damit quasi Plätze“, erklärt Mandl. Zum Duschen müssen Campinggäste nun also die Straßenseite wechseln.

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Neue, kreativ gestaltete Sitzgelegenheiten zum fünften Geburtstag – ein Hoch auf das Dekoteam! © Laura Schindler 

Ein schmerzlich vermisster Bestandteil von Utopia kehrt nach zwei Jahren Pause wieder zurück: die Heart-Stage. Diese wandert nun ins Camping Village und rundet so das Bühnenbild wieder perfekt ab. Auch die Seaside-Stage wandert im Gelände etwas nach links und steht wieder am Wasser, in Richtung Rotes Kreuz.

In diese Richtung wird es auch die einzige Erweiterung des Festivalgeländes geben, wovon man sich im Strandbereich mehr Platz erhofft. An den teuren Wasserpreisen, ein weiterer Kritikpunkt im letzten Jahr, wird sich vermutlich nichts ändern, wie Mandl meint, da die Gastronomie wieder von externen Betreibern gestemmt wird.

Der Vorjahresstand von 12 500 Besuchern auf Utopia Island soll erneut überschritten werden. Momentan rechnen die Veranstalter mit über 13 000 Festivalgästen.

Urlaub plus Musik - die Utopia Island
Über 13.000 Gäste werden zur fünften Auflage von Utopia Island erwartet und für drei Tage wieder ausgelassen am Gelände des Aquapark feiern. © Laura Schindler 

Erholungs- und Freizeitpark für Moosburg

Neugestaltung des Aquaparks mit Wakeboardanlage, neuem Kiosk und Sanitäranlagen

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Der Aquapark von oben beim Utopia Island Festival 2016. Im linken hinteren Teil des Badesees soll die Wakeboardanlage installiert werden.    Quelle: Laura Schindler

Der Aquapark wird bald nicht wiederzuerkennen sein: Die Klangfeld GmbH, die den beliebten Badesee seit letztem Sommer betreibt, hat große Pläne für das Areal. Durch eine neue Kioskfläche mit Biergarten, Sanitäranlagen und einer Wakeboardstation will man das Freizeitangebot am See steigern.

Anfang Juli wurde bekannt, dass der Aquapark den Besitzer wechselte: Isarkies hatte das Naherholungsgebiet damals für einen Millionenbetrag an die Firma V.I.P.’s Immobilien verkauft. Letztere ist Partner der Klangfeld GmbH, die unter anderem das jährlich im August stattfindende Utopia Island Festival am Aquapark veranstaltet. Im Jahr 2016 haben sich die beiden Firmen zur „Evago-Group“ zusammengeschlossen, die nun Dach für mehrere Tochterunternehmen wie Klangfeld, die Bümo Event-Logistik GmbH oder Mojo Barriers ist.

Evago ist auf Eventmanagement, Veranstaltungstechnik, Immobilien und Marketing spezialisiert. Die Firma beschäftigt über 100 Mitarbeiter in sechs verschiedenen Ländern. Im Fall des Aquaparks ist die Tochterfirma Evago Immobilien (ehemals V.I.P.’s Immobilien) Eigentümer und Bauherr, Klangfeld Betreiber und Projektleiter.
Für den Aquapark hat Klangfeld nun große Pläne: Nicht nur die Liegeflächen, Sanitäranlagen und das Kioskareal sollen erneuert und somit schöner gestaltet werden, man will außerdem eine Wakeboardanlage am See errichten. Im angrenzenden, geplanten Servicegebäude der Freizeitanlage soll zudem die Wasserwacht mit einem neuen Vereinsheim Platz finden.

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Das Utopia Island Festival 2016 am Aquapark.   Quelle: Patrick Wolf

Mit der Umgestaltung will Klangfeld die Qualität und Attraktivät am Aquapark steigern, man will das Potenzial des türkisblauen Badesees voll ausschöpfen. „Dabei soll für alle Generationen etwas dabei sein: für Kinder ein toller Spielplatz, für junge Familien die neue Kioskanlage mit Biergarten und für die Jugendlichen etwa das Freizeitangebot mit der Wakeboardanlage“, so Lorenz Schmid, Geschäftsführer von Klangfeld. Bisher sei die Liegewiese sehr abgenutzt und nicht gut gepflegt gewesen, noch dazu fehlte es an ausreichend Sanitäranlagen, Umkleidekabinen und Schattenplätzen. Dies soll sich nun ändern, betont Schmid.

Bei den Planungen wurde großer Wert darauf gelegt, die Interessen aller am Aquapark beteiligten Vereine und Nutzer zu berücksichtigen. So hat man sich auch lange mit Fischerverein und Wasserwacht besprochen, um einen guten Kompromiss zu finden. „Wir wollen jedem ‘seinen See’ weiterhin lassen. Ich denke, das Endergebnis ist uns überraschend gut gelungen“, so Lorenz Schmid.

Für die neue Wakeboardanlage hat man sich keinen geringeren als Doppelweltmeister Dominik Gührs mit an Bord geholt. Der Wakeboarder aus München wird von Red Bull gesponsert und reist durch seinen Sport momentan um die ganze Welt. „Dominik wäre mit seiner Erfahrung natürlich ein super Aushängeschild für unsere Anlage und kann sicher sowohl für Anfänger als auch für Profis einen tollen Parcours entwickeln“, freut sich Schmid. Viele wassersportbegeisterte Jugendliche hätten bereits bei Klangfeld angerufen, da sie gerne einen Wakeboard-Verein gründen würden, berichtet Schmid: „Der Bedarf ist auf alle Fälle da.“ Um den Lärm der Anlage mache er sich keine Gedanken: „Die Autobahn nebendran ist noch deutlich lauter.“ Auch Platz zum Schwimmen für die regulären Badegäste sei neben den Anlagen, die im hinteren rechten Teil des Sees entstehen sollen, noch reichlich vorhanden. Angrenzend zur Wakeboardanlage soll ein Servicegebäude mit Essenskiosk, der Verwaltung des Sees, Fitness- und Physioräumen, einem Sanitätsraum und einem Badeshop gebaut werden. In dem Gebäude soll auch die Wasserwacht Moosburg integriert werden, geplant sind ein Bootshaus, ein Büro für den Vorstand, Behandlungsräume sowie eine Aussichtsterrasse. Insgesamt wolle man viel mit Holz und Glas arbeiten, sodass sich das Gebäude gut in die Landschaft einfüge, so Schmid.

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Die alte Kioskanlage am Aquapark soll abgerissen werden.   Quelle: Laura Schindler

Die neue Kioskanlage soll ähnlich wie die Haager Schlossallee mit getrennten Kioskhäuschen, in denen regionale Anbieter Fisch, Fleisch oder Bäckereiwaren verkaufen, aufgebaut werden. Mit einem Biergarten soll dort ein schönes Ambiente geschaffen werden. Ganz neu soll es außerdem für Spaziergänger sowie Rettungsdienste einen Wirtschaftsweg rund um den Aquapark mit über zwei Kilometern Länge geben. Die Umgestaltung des Badesees läuft derzeit unter dem Projektnamen „Rosenpark“ – man will vom alten Namen „Aquapark“ weg, etwas Neues kreieren und nicht das Alte damit assoziieren. Ob der Badesee auch nach den Bauarbeiten den Namen „Rosenpark“ tragen wird, ist noch ungewiss. „Denkbar wäre es, da es zur Dreirosenstadt Moosburg gut passen würde“, so Lorenz Schmid.

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Schilder am Eingang des Aquaparks weisen bereits auf die Bauarbeiten hin.

Der Baubeginn für Kioskfläche, Sanitäranlagen und Wirtschaftsweg soll bald an den Start gehen, damit alles möglichst noch vor der neuen Badesaison fertig wird. Die Wakeboardanlage soll – wenn alles läuft wie geplant – voraussichtlich im Frühjahr 2018 eröffnet werden.

Für die Besucher des Aquaparks soll sich nichts ändern, wie Schmid unterstreicht. „Wir haben nicht vor, Eintritt zu verlangen. Es bleibt wie gehabt bei der Parkgebühr von 3,50 Euro.“ Zudem sollen die Liege- und Parkflächen deutlich erweitert werden, um einem größeren Andrang gerecht zu werden.
Klangfeld denkt schon weiter und hat bereits viele Ideen und Zukunftsvisionen für den Aquapark, unter anderem wären ein Triathlon, Beachvolleyball-Meisterschaften oder Open-Air-Konzerte denkbar, sagt Schmid. Priorität habe jedoch der Wohlfühleffekt am See, man wolle die Besucher nicht durch eine wöchentliche „Ramba-Zamba-Partymeile“ verschrecken.

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Der Moosburger Aquapark – ein Badeparadies im Sommer.   Quelle: Klangfeld

Utopia hat sich einen Namen gemacht

Mit der vierten Auflage von Utopia Island gelang es den Veranstaltern, in die Liga der bekannten Festivals aufzusteigen

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Nach dem Festival ist vor dem Festival: Obwohl die „Welt von Utopia“ am Aquapark langsam schwindet, machen sich die Veranstalter jetzt schon wieder Gedanken für das Festival im Jahr 2017.

 

Das Utopia Island Festival geht mit einer insgesamt positiven Bilanz zu Ende. 12 000 Besucher erlebten drei Tage „Kurzurlaub“ auf dem Inselstaat des Aquaparks und feierten friedlich zu internationalen Top-Acts wie Paul Kalkbrenner, Rudimental, Martin Solveig, Deichkind und Lena. Die Veranstalter können sich nach der vierten Auflage auf die Schulter klopfen: Utopia hat sich in der Festivalszene einen Namen gemacht.
Direkt nach dem Festival schrieben einige Besucher – wie oft nach derartigen Veranstaltungen – fleißig Bewertungen auf der Facebookseite von Utopia Island. Von fünf Sternen bis zu lediglich einem war da alles mit dabei: Am häufigsten kritisiert wurden der Preis von vier Euro für Wasser am Festivalgelände, die Hygiene der Dixitoiletten oder der Komfort im Allgemeinen. Gelobt wurde hingegen ein weiteres Mal die Liebe zum Detail bei der Dekoration sowie das Line-up.
Wirklich aussagekräftig zum Verlauf des Festivals seien derartige Bewertungen im Internet jedoch nicht, so Klangfeld-Geschäftsführer und Veranstalter Lorenz Schmid: „Bewertungen schreiben entweder die Leute, denen es super gefallen hat, oder diejenigen, die ganz unzufrieden und enttäuscht waren. Dazwischen gibt es wenig. Wir nehmen aber trotzdem jede einzelne Bewertung ernst und versuchen, noch weiter an unserem Konzept zu feilen“, so Schmid.
Als großen Erfolg sehen die Veranstalter den Ticketverkauf: So wurde die Anzahl der bezahlten Tickets im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und das selbst gesteckte Ziel von 11 500 Besuchern erreicht bzw. übertroffen. Waren es bei der Erstauflage von Utopia Island im Jahr 2013 noch knapp 4500 Festivalgäste, so hat sich diese Zahl nun fast verdreifacht.
Etwas überrumpelt und unvorbereitet war das Veranstaltungsteam dann aber doch, als am Donnerstag eine riesige Schar Gäste anreiste, um ihre Zelte am Campingplatz des Utopia Village aufzuschlagen. Zeitweise bildeten sich eine Warteschlange, die bis hinter zum Isarkies-Werk reichte. „Mit einem derartigen Andrang am Donnerstag haben wir nicht gerechnet“, so Lorenz Schmid. „Noch dazu kamen die verstärkten Sicherheitskontrollen, die das Warten noch weiter hinauszögerten. Wir dachten, die Leute reißen uns die Köpfe ab, aber die meisten nahmen es gelassen, haben sich ein Bier aufgemacht und schon mal vorgefeiert.“

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Utopia Island 2016 ist Geschichte: Derzeit laufen die Abbauarbeiten am Aquapark auf Hochtouren, damit hier wieder gebadet werden kann.

Insgesamt ist auch die Zahl der Campinggäste wieder steil angestiegen, woraus eine nochmals vergrößerte und dichtere Campingfläche resultierte. „80 Prozent der Besucher campen mittlerweile, selbst aus dem Umkreis von Moosburg sind es acht von zehn Gäste, die hier übernachten“, erzählt Schmid.
Mit dem gigantischen Wachstum bewegt sich das Festival auch immer mehr vom lokalen zum überregionalen Publikum hin. „Wir haben jedes Jahr etwa 3000 Gäste aus dem Landkreis und der Region, die zu uns kommen. Darüber hinaus gibt es beispielsweise sehr viele aus Regensburg, Augsburg, Ingolstadt, München, Nürnberg, Stuttgart und natürlich aus dem Ausland“, erklärt Schmid. Dieses Niveau möchten die Utopia-Veranstalter erst einmal halten. „Es ist wie in der Bundesliga: Erst in der zweiten Saison zeigt sich, ob ein Aufsteiger erstligatauglich ist oder nicht.“
Und als „Aufsteiger“ unter den bekannten Elektrofestivals wie Echelon oder Open Beatz kann sich Utopia Island wahrlich bezeichnen. Das kleine, beschauliche Festival tanzt durch seine Einzigartigkeit mit der Philosophie des Inselstaats „Utopia“ sowie der ausgefallenen Deko aus der Reihe. In der Festivalszene wird über Utopia Island gesprochen, die Insel hat sich einen Namen gemacht. Dies bemerkten die Veranstalter auch, als sich am Wochenende einige andere Festivalorganisatoren bei Utopia Island umsahen, um sich etwas bei der Konkurrenz abzuschauen.
Mit der utopischen, friedlichen Insel, auf der es keinen Streit, keine Gewalt und keinen Krieg gibt, hat sich Utopia Island seine eigene Identität geschaffen und hebt sich von anderen Standard-Festivals ab. Das ist wohl auch der Grund, warum es den Veranstaltern in diesem Jahr gelungen war, ein solch gigantisches Line-up auf die Bühne zu zaubern. „Wenn man die Künstler buchen will, muss man mit seinem Konzept überzeugen“, so Lorenz Schmid. „Wir als kleines Festival könnten finanziell niemals mit den Großen mithalten, Geld spielt hier nicht die Rolle. Die Agentur möchte eine gut ablaufende Organisation und will den Künstler in ‚sicheren Händen‘ wissen.“ Mit diesem Fingerspitzengefühl schafften die Veranstalter es, mit Paul Kalkbrenner Deutschlands bekanntesten DJ – der in diesem Jahr wohlgemerkt nur auf drei Festivals spielte – oder die britische Band Rudimental, die sich beim Glastonbury Festival die große Bühne mit Coldplay und Adele teilte, für Utopia Island zu gewinnen.
Und die waren redlich begeistert vom Festival: Die Band Deichkind lobte Utopia Island als liebevolles, nettes Festival, das nicht von den Massen überlaufen ist und auch Kalkbrenner wusste die „perfekte Organisation“ zu schätzen. Auch wenn sich das Festival generell der elektronischen Musik widmet, wollen die Veranstalter weiter ihrem Maßstab folgen und ein abwechslungsreiches Line-up, wie nun geschehen mit Lena oder Rudimental, zusammenstellen. „Ich denke, das zeichnet uns aus, es soll nicht immer dasselbe sein. Auf einer Insel hat ja auch jeder einen etwas anderen Musikgeschmack“, so Schmid.
Über die Zusammenarbeit mit der Stadt Moosburg, Polizei, Feuerwehr, BRK und Wasserwacht kann Schmid nur Positives berichten: „Hier herrscht gegenseitiges Vertrauen, wir haben mittlerweile eine sehr gute Organisationsqualität erreicht.“ So soll es auch weiter gehen, wenn Utopia Island im nächsten Jahr vom 17. bis 19. August 2017 seinen fünften Geburtstag am Aquapark feiert. Dann will das Utopiateam den nächsten Schritt gehen, alles noch besser machen und optimieren.

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Hier wurde von Donnerstag bis Samstag drei Tage lang gefeiert. Nun verwandelt sich die „Welt von Utopia“ langsam wieder in den Aquapark.

„Eine utopische Welt“

Ein harter Kern aus freiwilligen Helfern macht das Utopia Island Festival zu dem, was es ist

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Dass sich Utopia Island durch sein einzigartiges Flair von anderen Festivals in Bayern und Deutschland abhebt, liegt vor allem an den freiwilligen und kreativen Helfern, die hinter dem Namen „Utopia“ stehen. Durch die ausgefallene, selbst gemachte Dekoration verleihen sie dem Festival den Stempel „Selfmade“ und machen es zu einem sympathischen Ort, an dem man verweilen möchte.
„Was machen wir mit der Seaside?“, fragt Lena in die Runde. Ein genauer Plan steht noch nicht fest. Ein paar Leute vom Team machen gerade Mittag, es gibt Schnitzelsemmeln und Spezi. Luft holen, durchatmen, ein bisschen im Schatten abkühlen. Dann geht es wieder weiter, draußen in der sonnigen Hitze. Es ist Montag. Am Donnerstag beginnt das Festival, dann muss alles stehen. Hektik, Stress? Keine Spur. Im Backstagezelt, in dem Gerüste, Kabel und Kisten noch verstreut herumliegen, herrscht eine lockere Atmosphäre.
„Tobi hatte eine gute Idee für die Seaside, wir könnten einen Steg am Wasser bauen“, sagt einer. „Du weißt aber schon, dass wir am Donnerstag aufmachen, oder?“, antwortet Lena – halb ernst gemeint, halb lächelnd. Ideen werden gesammelt und ausgetauscht, es wird diskutiert – was könnte gut aussehen? Eins ist klar: Es muss einzigartig, besonders sein. Es muss zu „Utopia“ passen.

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Am Wochenende geht das Elektrofestival in die vierte Runde. Lastwagen, Bagger und viele Helfer lassen seit vergangener Woche die Welt von Utopia Island entstehen. Schritt für Schritt verwandelt sich der Aquapark so vom normalen Badeweiher zu einer Trauminsel mit vier verschiedenen Musikbühnen, an denen am Wochenende über 10 000 Menschen feiern werden. Tanzen zum Beat von Paul Kalkbrenner, Mitsingen bei Liedern von „Deichkind“ und Lena. Oder einfach nur die Seele am Weiher baumeln lassen und eine gute Zeit mit Freunden verbringen. Bis dahin aber gibt es fürs Aufbauteam, insbesondere für das Dekoteam, noch einiges zu tun. Denn Utopia wäre nicht Utopia ohne diese gewissen Details. Die Details, die das Flair von Utopia Island ausmachen. Das Flair, das Jahr für Jahr immer mehr Musikbegeisterte an den See lockt.
Das Brainstorming geht weiter. Die Jungs vom Handwerkerteam fragen Lena, wie sie ihre Wolken aufhängen möchte. Geplant sind blau und pink besprühte Styroporwolken, zusammen mit alten Schallplatten an Girlanden. Chris, einer der Jungs, zeichnet etwas mit Bleistift auf den Biertisch: „So in etwa, überkreuzt, könntest du sie doch aufhängen“, schlägt er vor. „Ham mia eigentlich koa Papier?“, witzelt Lena von der anderen Seite. So geht es immer hin und her, wie im Ping Pong. Auf einmal kommt Vroni, auch eine Dekodame, mit lauter runden Holzplatten an. „Bitte schmeißt die nicht weg! Irgendwas will ich daraus noch machen.“ An Ideen mangelt es ja nicht.

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„Wir arbeiten uns immer von außen nach innen“, erklärt Basti, Kopf des Dekoteams. Sobald die groben Umrisse wie das große Zirkuszelt, der Campingplatz, die Bodenplatten und Bühnen stehen, können sich die Dekofeen an die Details machen. Das Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ gehört für Chris dabei dazu: „Der Arbeitstag für uns hat eigentlich 24 Stunden.“ Vor allem kurz vor Festivalbeginn legen viele Helfer die ein oder andere Nachtschicht ein.
Kurzes Kopfschütteln, und trotzdem lockeres Lachen dann, als Lena erfährt, dass ihre DJ-Schilder abgesägt wurden. Auf Holzbrettern hatte sie im Vorhinein aufwendig die Namen der Künstler mit deren Auftrittszeiten aufgemalt, welche dann vor den einzelnen Bühnen platziert werden. Nun hat einer „aus Versehen“ die Uhrzeiten abmontiert. Lena lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. „Sowas passiert doch jedes Mal – dann müssen wir eben improvisieren“, scherzt sie.
Hinter dem Namen „Utopia Island“ steht ein harter Kern von rund 30 freiwilligen Helfern. Die meisten kommen aus dem Raum Freising und gehen eigentlich einem anderen Beruf nach. Extra für die Vorbereitungen zum Festival nehmen sie sich ein oder zwei Wochen Urlaub. Um die Deko kümmern sich etwa zehn Leute. Übers Jahr verteilt macht jeder immer „ein bisschen was“, man sammelt Ideen, probiert etwas Neues aus. Etwa zehn Tage vorm Festival geht es in die heiße Phase, da packt dann jeder mit an. „Bei der Gestaltung wird uns freie Hand gelassen. Wenn wir uns etwas ausdenken, muss nur überprüft werden, ob Budget und Sicherheit passen“, erzählt Lena. Wichtig ist dabei immer, dass die Idee kreativ und ausgefallen ist. Denn genau das macht das besondere Flair von Utopia aus. „Wir bauen nicht einfach nur LED-Wände auf, wie es bei anderen Festivals üblich ist“, so Lena. „Bei uns werden die Sachen mit Liebe selbst gemacht, da steckt Herz drin!“ Sinnbildlich für das Flair und die Liebe zum Detail stehen so die meist aus Holz selbst gebauten Mülleimer, Schilder, Liegen – oder ganz neu: die Riesenschaukel. „Es ist schön, so etwas auf die Füße zu stellen und zu sehen, wie die Utopiawelt von Tag zu Tag langsam entsteht. Ich glaube, das ist der Grund, warum die Helfer hier so begeistert sind und freiwillig so viel leisten“, sagt Lena.

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„Schon beim Einchecken auf der Insel werden die Gäste auf Utopia Island mit der liebevollen und familiär gestalteten Dekoration willkommen geheißen, was sofort für eine friedvolle und harmonische Stimmung auf dem Festival sorgt und die Besucher für drei Tage in eine ,Glocke der Unbeschwertheit‘ tauchen lässt“, sagen die Veranstalter Lorenz Schmid und Tom Sellmeir. Genau das sei auch der Grund, warum es während des Festivals noch nie zu größeren Problemen gekommen sei, meint Sellmeir. „Es wurde nie etwas geklaut oder beschädigt, das hat uns wirklich erstaunt. Die Gäste respektieren sich gegenseitig und gehen friedlich miteinander um.“ Bei Bereichen wie der beliebten Sitzecke mit einem Holzklavier, auf dem eine Gitarre festgeschraubt ist, habe man beispielsweise erwartet, dass solche Gegenstände sofort weg seien. „Die Gitarre lag am Ende des Festivals aber immer noch genau so da wie am Anfang“, erzählt Sellmeir.

Nun geht es wieder raus und ran an die Arbeit. Lena beginnt ihre Styroporwolken mit Farbe zu besprühen, Vroni und Amelie suchen die Wegweis-Schilder zusammen. Dann geht es ab zum Montieren. Durch das Gelände führt ein kurviger Kiesweg mit großen, hohen Holzpfosten und pinken Utopia-Wimpeln an Seilen befestigt. Links und rechts befinden sich die Musikbühnen: ganz vorne links direkt am See die Seaside-Stage, in der Mitte das große Aura-Zirkuszelt, rechts hinten die Mainstage-Bühne und der Terra-Dome. Diese werden mit den vier Elementzeichen Wasser (Tropfen), Luft (Wolke), Feuer (Flamme) und Erde (Berge) ausgeschildert.

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Immer wieder kommen auch Schaulustige trotz Absperrung durchs Wasser ans Festivalgelände und wollen sehen, was denn da gewerkelt wird. Beliebt ist dabei freilich die große neue Holzschaukel – und die wird gleich mal ausprobiert. Trotzdem müssen die Helfer die Badegäste immer aufs Neue vom Platz scheuchen. Schließlich sollen die neuen „Utopia-Accessoires“ ja eine Überraschung für den Festivalstart sein.


Beim Festival selbst haben die Helfer auch keine Ruhe und sind ständig auf Achse: „Kaputtes muss repariert werden, irgendwo wird man immer gebraucht“, sagt Lena. Als Helfer erlebt man das Festival eben auf eine ganz andere Art und Weise. „Im Backstagebereich herrscht immer eine gute, lockere Stimmung zwischen Helfern und Künstlern“, sagt die 25-Jährige. „Wir haben zum Beispiel jedes Mal Tischtennisplatten aufgestellt, das finden die meisten total klasse.“ Vom Backstagebereich haben auch die Mädels aus der Küche, die das Essen für Helferteam und Künstler zubereiten, einige Anekdoten auf Lager: „Der KWABS letztes Jahr war total der Süße, nett und unkompliziert“ oder „Vor zwei Jahren ist Eva Padberg in die Küche gekommen, obwohl an der Tür ganz klar steht ,Zutritt verboten‘. Kathrin hat dann sofort laut ,RAUS‘ geschrien, ohne zu wissen, wer das eben war.“

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Seinen Ursprung findet Utopia Island im Vorgänger-Festival „Havana Nights“, das bis 2011 jährlich am Sportplatz in Haag stattfand. Schon damals war es unter dem Motto „Feel the Difference“ das beliebteste Festival im Landkreis und erreichte von Jahr zu Jahr größeren Zuspruch. So konnte man zu dieser Zeit bereits mit DJ-Headlinern wie Tom Craft, Fritz Kalkbrenner oder Coco Fay aufwarten. Irgendwann hatte man in Haag dann jedoch ein Platzproblem, das Festival wuchs, die Kapazitäten der Gemeinde Haag waren allerdings ausgereizt. Zudem konnte man das Festival in der Größenordnung nicht mehr als Verein durch den VfR Haag ausführen. Aus diesen Umständen heraus wurde schließlich die Klangfeld GmbH gegründet und Havana Nights 2011 ein letztes Mal in Haag abgehalten.
Lang wurde nach einer neuen Festival-Location gesucht, bis man mit dem Aquapark in Moosburg als idealem Austragungsort fündig wurde. 2013 wagte das alte Orgateam von Havana Nights (jetzt Klangfeld) dann den Neuanfang mit der Erstauflage von Utopia Island. „Wir fanden, dass der alte Name ,Havana Nights‘ austauschbar ist, und haben lange nach einem neuen gegrübelt“, erzählt Tom Sellmeir. „Irgendwann ist dann die Idee der utopischen Insel von der Geschichte nach Thomas Morus ins Rollen gekommen.“ In dieser strandet ein Seemann auf einer Insel, auf der es keinen Streit, keine Gewalt und keinen Krieg – also totalen Frieden – gibt. Als der Seemann zurückkehrt und von der Insel erzählt, halten ihn die Leute für verrückt und erklären solch eine Insel für „utopisch“.
Auf dem Festival „Utopia Island“ soll diese Utopie zur Realität werden, die Veranstalter sind dem Motto „We Are One“ treu geblieben. Friedlich und harmonisch soll es auch dieses Jahr zugehen, wenn wieder Gäste aus Frankreich, Italien, Holland, Irland, England, Österreich, Ungarn und natürlich Deutschland an den See reisen und eintauchen in die utopische Welt voller Glück, Tanz und Musik.

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„Kurzurlaub auf der Insel“

In weniger als zwei Wochen startet das Utopia Island Festival am Aquapark

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„Bei Utopia Island geht es um mehr als nur Musik“, sagt Veranstalter Tom Sellmeir. Mit dem Aquapark bietet das Festival auch Urlaubsfeeling und eine Auszeit vom Alltag.         (Foto: Klangfeld)

Das Utopia Island Festival bei Moosburg steht vor der Tür: In zwei Wochen verwandelt sich das Gelände des Aquaparks wieder in eine Trauminsel mit fünf verschiedenen Musikbühnen, die Urlaubsfeeling und Party verbindet. Hier findet ihr alle wichtigen Informationen und Fragen zum Festival.

Das Elektrofestival Utopia Island geht in die vierte Runde und fährt in diesem Jahr mit hochkarätigen Namen wie Paul Kalkbrenner, Deichkind, Martin Solveig, Rudimental oder Lena auf – um nur einige zu nennen. Längst ist das Festival nicht mehr vom Veranstaltungskalender Moosburgs sowie der ganzen Umgebung wegzudenken und hat seinen Bekanntheitsradius bereits bis ins Ausland katapultiert. Musikfans aus Köln, München, Berlin, Regensburg – aber auch aus Frankreich, England, Holland oder Österreich nehmen die Reise auf sich, um am Aquapark drei Tage „Kurzurlaub“ zu machen, abzuschalten und die Musik sowie den einzigartigen Flair auf der „Insel“ zu genießen. Was ihr bei eurer Auszeit auf Utopia Island beachten müsst, haben wir hier für euch notiert.

Öffnungszeiten und Einlass

Utopia Island findet vom 18. bis 20. August statt. Der Campingplatz ist durchgehend von Donnerstag, 12 Uhr, bis Sonntag, 14 Uhr, geöffnet. Das Festivalgelände öffnet am Freitag und Samstag jeweils um 12 Uhr, am Donnerstag für die „PreParty“ bereits ab 17.30 Uhr. Das Baden im See ist während der Öffnungszeiten bis 20 Uhr möglich, danach wird der See aus Sicherheitsgründen für den Badebetrieb gesperrt. Der Einlass zum Festival ist ohne Ausnahme ab 18 Jahren. Für die Einlasskontrolle muss der Ausweis vorgelegt werden.

Anfahrt und Shuttlebus

Mit dem Auto: Die Adresse lautet Sempt 20, 85368 Moosburg. Ab der Autobahnausfahrt von A92 der Beschilderung und nicht dem Navi folgen. Kostenlose Parkplätze gibt es in der Nähe des Festival- und Campinggeländes. Mit dem Zug: Der Bahnhof Moosburg zählt zum MVV-Gebiet und bietet für Studenten eine günstige Anreisemöglichkeit. Vom Bahnhof Moosburg sowie von Landshut und München aus gibt es zudem einen Festival-Shuttle direkt zum Campingplatz und zum Festival. Mit dem Fahrrad: Stellplätze sind direkt am Festivalzugang eingerichtet.

Camping

Im „Utopia Village“ kann mit normalen Zelten übernachtet werden. Der Einlass ist nur mit einem Campingticket möglich.

Verboten auf dem Campingplatz sind: Fahrzeuge, offenes Feuer, Glas, Stromaggregate, Waffen, Einweg-Grills, jegliche Form von illegalen Drogen, größere Pavillons und Haustiere. Auf dem Festivalgelände gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich mit Essen zu versorgen.

Zudem liegt das Gewerbegebiet Degernpoint mit Versorgungsmärkten in unmittelbarer Nähe. Am Marktplatz des „Utopia Village“ gibt es einen Akkulade-Service. Hier kann man sich mit Ladeakkus für das ganze Wochenende versorgen.

Barrierefreiheit

Auf dem Festivalgelände gibt es breite Eingangsschleusen, behindertengerechte Toiletten und befestigte Böden vor den Bühnen. Besucher, die eine Begleitperson benötigen (und das auch im Behindertenausweis notiert ist), erhalten für die Begleitperson freien Eintritt.

Geld und Bezahlung

Vor Ort gibt es keinen Geldautomaten, ausreichend Bargeld sollte man also mitnehmen. Sollte dieses im Laufe des Festivals dennoch ausgehen, kann im Notfall per EC-Karte am Merchandisingstand Bargeld abgehoben werden. Dies ist jedoch nur während den Öffnungszeiten des Festivalgeländes möglich und mit einer geringen Gebühr verbunden.

Erste Hilfe

Während des gesamten Festivals befinden sich Sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes auf dem Gelände, sowie in der Nähe der Campingplätze, der Weg zu ihnen ist durch Hinweisschilder zu finden. Sicherheitskräfte können auch jederzeit weiterhelfen, wenn ein Sanitäter benötigt wird.

Fundsachen

Wenn etwas vermisst wird, kann man sich während des Festivals an den Infoschalter bei der Abendkasse wenden. Während der Öffnungszeiten sind dort die Fundsachen gelagert. Wird etwas auf dem Festivalgelände oder Campingplatz gefunden, kann dies auch dort abgegeben werden. Nach dem Festival werden sämtliche Fundsachen an das Fundbüro der Stadt Moosburg (Heidemarie Littmann, Telefon 08761 / 68464) übergeben.

Sicherheit

Aufgrund der Terroranschläge in der vergangenen Zeit wird auch bei Utopia Island noch mehr auf die Sicherheit geachtet. „Am Einlass werden wir strenger kontrollieren, es wird auch mehr Personal geben“, informiert Klangfeld-Geschäftsführer Tom Sellmeir. Jutebeutel und Rucksäcke dürfen weiterhin mit aufs Festival genommen werden. „Diese werden ja ohnehin am Eingang auf Getränke und gefährliche Gegenstände überprüft“, so Sellmeir. Auf dem Festivalgelände wird es zudem vermehrt Stichprobenkontrollen geben.

Resttickets

Es gibt noch wenige Resttickets, die man im Internet unter http://www.utopia-island.de/tickets erwerben kann. Der Veranstalter warnt hierbei vorm Ticketkauf von Unbekannten, die ihr E-Ticket im Internet auf Facebook oder über eine Kleinanzeige verkaufen. Die Gefahr einem Betrüger auf den Leim zu gehen, ist nicht gerade unerheblich. Gerade bei Onlinetickets ist nicht klar, ob diese mehrfach im Umlauf sind. Selbst bei Hardtickets besteht noch die Möglichkeit, dass diese nicht bezahlt sind.

Veränderungen und Neues

Utopia Island-Veranstalter Tom Sellmeir versichert: „Dieses Jahr werden die Besucher ein Utopia Island erleben, das es so noch nicht gegeben hat.“ Die Mainstage, die sonst immer im Zentrum des Festivalgeländes platziert war, wandert weiter nach hinten – stattdessen findet dort nun das Zirkuszelt „Aura“ seinen Platz und wird um ein Drittel vergrößert. Auch die Fläche des Festivalgeländes wird erweitert. „Bei Acts wie Deichkind oder Paul Kalkbrenner wird richtig viel los sein – da rechnen wir mit 9.000 bis 10.000 Menschen vor der Mainstage“, so Sellmeir. Der Geschäftsführer von Klangfeld signalisierte weitere Kapazitäten für ein Wachstum. „Langfristig gesehen gibt es noch mehr Platz. Aber wir möchten langsam und konstant wachsen, wir wollen nicht in die Liga von den Major Festivals.“

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Große Namen haben die Veranstalter an Land gezogen: Auf der Mainstage werden dieses Jahr unter anderem Paul Kalkbrenner und Deichkind auftreten. (Foto: Klangfeld)