Zieh in eine WG haben sie gesagt.

Wie es ist allein zu leben VS. in einer WG zu wohnen

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Endlich! Eigene Wohnung, eigenes Heim, eigene vier Wände. Ich habe es geschafft. Ihr hättet mein Gesicht mal sehen sollen, als ich endlich mein eigenes, neues Geschirr in die Schränke einräumen durfte und meine neuen Töpfe zum Ersten Mal ausprobieren durfte. Dieses Gefühl! Letzte Woche sind dann auch endlich noch meine Möbel gekommen – ein Traum. Ja, es duftet alles so schön neu… Endlich nach Hause kommen und alles für mich haben dürfen, fünf Tage nicht abspülen müssen und die einzige Person, mit der ich es ausmachen muss, bin ich! Das fühlt sich so verdammt gut und befriedigend an. Ich kann unter Menschen gehen, wenn mir danach ist, und allein zuhause für mich bleiben, wenn mir nicht danach ist. Und ich bin so dankbar dafür. Ich habe auch bereits die andere Seite kennen gelernt und kurze Zeit in einer WG gelebt. Das hat auch seine Vorteile, keine Frage! Doch momentan, muss ich zugeben, bin ich ein Fan des Alleine-Wohnens. Allein schon, weil ich jetzt, mit 23 Jahren, endlich einmal Abstand von zuhause und meinen Eltern gewinnen kann. Irgendwann fällt einem dann zuhause doch mal die Decke auf den Kopf.

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In einer WG habe ich mit drei weiteren Personen gelebt. Wir hatten ein ganzes Haus für uns: Mit Treppe nach oben zu den ersten beiden großen Zimmern, viel Licht, einer Küche mit Ofen und großem, neuen Kühlschrank, einem Badezimmer mit Wanne und Waschmaschine sowie einem Balkon. Oben gab es zusätzlich einen Wintergarten, eine weitere Toilette sowie die zwei weiteren Zimmer, ebenfalls groß und hell. In der WG haben wir Mädels oft zusammen am Abend gekocht, geratscht und Tee bis in die späten Stunden getrunken, das war sehr schön. Immer wenn ich von der Uni nach Hause gekommen bin, war jemand da, mit dem man sich unterhalten konnte, ein dankbarer Zuhörer, bei dem man sich seine Sorgen und Ängste von der Seele reden konnte. Wir hatten einen Putzplan, an dem ich mich so semi-gut gehalten habe und eine gute Atmosphäre in der WG. Meine Mitbewohner waren für mich da, wenn ich sie gebraucht habe und ich habe mein Bestes versucht, es umgekehrt für sie zu sein. Wir haben manchmal sogar zusammen eingekauft, sind gemeinsam zur Uni gegangen und und und … wir waren schon ein gutes Team! Leider war meine WG nur zur Zwischenmiete, deswegen musste ich mich zum zweiten Semester nach einer neuen Wohnung umsehen. Das ging sogar recht schnell, ich bin dann in eine Ein-Zimmer-Wohnung ins Studentenwohnheim in der Nähe des Bahnhofs gezogen und fühle mich sehr wohl dort. Ein paar Nachbarn habe ich bereits kennengelernt, aus denen jetzt schon gute Freunde geworden sind. Ansonsten ist die Studentenanlage recht anonym. Zudem habe ich im Studentenwohnheim eigentlich eine riesige WG für mich: Wenn ich Menschen treffen möchte, klopfe ich einfach an der Tür meines Nachbarn und frage, ob wir zusammen eine rauchen. Sofort sind wir vertieft in einem anregenden Gespräch. Oder ich setze mich wie so oft vor meine eigene Haustür und rauche ein paar Zigaretten, höre Musik und ständig laufen Nachbarn vorbei, wobei sich auch viele nette Smalltalks ergeben. Es ist so einfach!

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Also abschließendes Fazit: WG wie eigene Wohnung hat seine Vorteile, es kommt ganz darauf an, welcher Typ man ist. Lieber für sich und zurückgezogen oder gerne unter Menschen? Sauber und penibel oder so, dass man auch mal ein Auge zudrücken kann? Das müsst ihr für euch entscheiden.

5 Tipps für den Einzug ins neue Heim:

  1. Zieht nie allein um! Auch wenn ihr denkt, ihr schafft das schon mit den IKEA Möbeln, einfach nein. Es geht nicht allein. Schnappt euch eure Nachbarn, Freunde und Familie und dann los!
  2. Behaltet immer die Anleitung sowie die Schrauben im Auge, das ist seeeeeehr wichtig!
  3. Gläser und Geschirr behutsam transportieren, am besten in Stoff oder Papier einwickeln.
  4. Baut in Etappen auf und teilt euch eure Kräfte gut ein, lieber Pausen machen dazwischen.
  5. Gönnt euch, wenn alles vollbracht ist, ein gutes, altes Feierabendbier, das habt ihr euch jetzt wirklich verdient!

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Vorzüge des Alleine-Wohnens:

  • Man hat seine Ruhe und ist für sich
  • Man kann abspülen und putzen, wann man will
  • Man kann unter Leute, wann man will
  • Man kann Musik machen, wann man will
  • Man kann Leute einladen, wann man will

Gründe für das WG-Leben:

  • Man ist nie allein
  • Man hat meistens jemanden zum Reden
  • Man muss nicht alles allein putzen
  • Man kann zusammen kochen und einkaufen
  • Man lernt schnell neue Leute kennen

Contras des Alleine-Wohnens:

  • Man ist oft allein
  • Man muss alles allein putzen
  • Man muss selbst kochen und einkaufen
  • Man vereinsamt und isoliert sich schnell
  • Man findet nicht so schnell Freunde

Negative Aspekte des WG-Lebens:

  • Man muss sich an einen Putzplan halten
  • Man muss den Dreck oder die Sauberkeit der anderen aushalten
  • Man muss eventuell warten, um ins Badezimmer gehen zu können
  • Man wird oft von anderen gestört und aufgehalten
  • Man hat seltener seine Ruhe

 

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