Coming Out – wie ich lernte mit meiner Depression zu leben

Quelle: Yuris Alhumaydy (Unsplash)

8 Uhr. Aufstehen. Ich kann nicht aufstehen. Etwas zwingt mich an die Matratze. Alles fühlt sich so unglaublich schwer an. Minuten vergehen im Stundentakt. Es ist 10:21 Uhr. Endlich habe ich es aus dem Bett geschafft. Wie, das weiß ich nicht mehr. Taumelnd bewege ich mich in Richtung Küche, um mir etwas zu essen zu machen. Nicht etwa weil ich Hunger habe, sondern weil ich weiß, dass ich essen muss. Doch was? Es fällt mir schwer. Die einfachsten Dinge fallen mir so unglaublich schwer. Aufstehen, anziehen, fertig machen, schminken, essen. Dinge, die mir normalerweise Freude bereiten, die ich bis dato mit Leichtigkeit erledigte. Irgendwann schaffe ich es dann doch, mir schnell irgendetwas anzuziehen, mir ein Müsli herunter zu würgen und zu duschen. Ich habe die Zeit nicht im Blick, bin viel zu spät, komme verschwitzt, gehetzt und verwirrt in die Vorlesung, suche mir einen Platz in der letzten Reihe, alleine. Smalltalk würde mich momentan heillos überfordern, da entscheide ich mich lieber für die selbstgewählte Isolation. Was der Professor vorne referiert, geht einfach an mir vorbei, nichts davon bleibt hängen. Ich versuche mitzuschreiben, doch bin viel zu langsam. Ich versuche mich zu konzentrieren, doch mein Gehirn sagt nein. Es ist zu einer trägen Masse geworden, die erfolglos versucht, den semantischen Inhalt des Eingangssatzes nachzuvollziehen. Meine Blicke schweifen umher, ich verfolge fassungslos, wie meine Kommilitonen mit interessiertem Blick dem Vortrag lauschen, die Stirn runzeln oder zustimmend nicken – und ich schaffe es nicht mal die aneinander gereihten Worte in meinem Kopf zu einem stimmigen, sinnhaften Bild anzuordnen.

Essen wurde zu einer Qual für mich

Irgendwann ist die Stunde endlich vorbei und es geht in die Mensa mit den anderen. Es gibt Gnocchi. Ich war immer ein großer Fan italienischer Pasta, nun beobachte ich mich dabei, wie ich versuche eine Gnocchi nach der anderen runterzuschlucken, es fällt mir schwer. Mein Mund ist trocken, zu trocken – wann wurde das Essen für mich zu solch einer Qual? Alle sind längst fertig mit dem Essen, doch mein Teller ist noch mehr als randvoll. Ich habe das Gefühl, sie starren mich an und fragen sich, was mit mir los ist. Ist sie magersüchtig, hat sie keinen Hunger? Warum isst sie nichts? Endlich ist auch das vorbei und ich kann nach Hause gehen. Nach Hause, wo ich mich zurückziehen kann. Dort, wo ich einfach nur ins Bett gehen und die Augen vor der Welt verschließen, verdrängen kann. Ich liege da, den Blick auf die weiße Wand gerichtet. In mir Leere. Stunden um Stunden vergehen und nichts regt, nichts verändert sich. Ab und zu weine ich, doch meistens fühle ich nichts, einfach nur taumelnde Leere. Ich fühle mich so langsam und kann mich nur schwer konzentrieren, schwer zuhören. Anna, meine Mitbewohnerin, kommt in mein Zimmer, fragt besorgt, wie es mir gehe und ob sie mir helfen könne, doch ich weiß nicht, wie sie mir helfen kann. Ich weiß nicht, wie ich mir helfen kann. Oder ob das Ganze überhaupt noch einen Sinn hat.

Ich denke, dass ich nie genug war

Mir schießen so unglaublich viele Gedanken durch den Kopf. Ich denke, dass ich nie gut genug war, nie mein Bestes gegeben oder mich immer nur durchgemogelt habe. Dass ich nie irgendwo so gänzlich hineingepasst habe. So vieles tobt in mir. Ich weiß viel zu wenig. Andere lesen täglich Zeitung und verschlingen monatlich mehrere Bücher, doch ich? Ich lese viel zu wenig. Ich bin viel zu langsam, dumm und ungebildet, um auf eigenen Beinen zu stehen und zu studieren. Mein Gehirn kann diese vielen verschiedenen Ebenen, auf denen es funktionieren sollte, nicht verarbeiten. Ich sollte Sport machen. Einen Nebenjob haben. Und nebenbei studieren. Dabei weiß ich noch nicht mal, welche Fächer ich wählen soll und wie. Einkaufen in einem Supermarkt – selbst der Einkaufszettel, an den ich mich klammere, wie an einen Rettungsanker, hilft mir nicht dabei, mich in diesem Labyrinth von Regalen und Angeboten zurechtzufinden. Wie machen das denn die anderen? Ja, ich fühle mich wie eine Versagerin auf allen Ebenen! Ich will nicht mehr vor die Tür treten und irgendjemandem ins Gesicht blicken, weil ich nicht mehr zu mir selbst stehe und meinen Selbstwert verloren habe. Ich schäme mich für alles, was ich bisher in meinem Leben gemacht und gesagt habe.

Vom extremen Hoch ins Tief

Doch stopp. Wie konnte es eigentlich so weit kommen? Was ist mit mir passiert? Angefangen hatte all das im Sommer 2018. Ich hatte Deutschland für eine längere Zeit den Rücken gekehrt und gemeinsam mit meinem Freund viele, wunderbare Länder bereist. Klingt doch alles super bis jetzt. Eigentlich. Weil ich noch nicht genug vom Reisen hatte, fuhr ich danach mit einer Freundin drei Wochen mit dem Zug durch Europa. Doch nicht nur das. Ich ignorierte den wohlgemeinten Rat meiner Eltern, erst einmal wieder in Deutschland anzukommen, um die bisherigen Erfahrungen verarbeiten und sacken lassen zu können. Im Gegenteil, nach der Reise nahm ich einen Vollzeit-Ferienjob am Flughafen München an, Geld verdienen ist ja nie schlecht. Zehn Tage Schichtarbeit ohne Pause – ich gab mir die volle Dröhnung und war dabei, das letzte Quäntchen Energie in meinem Körper aufzubrauchen, ohne es zu merken. Und ich veränderte mich. Ich war aufgedreht, voller Energie, wollte viel und noch so viel mehr. Wollte am liebsten alles gleichzeitig machen. Ich plante, eine App zu gründen. Flog deshalb extra nach Berlin. Habe mich mit zwei Freundinnen so heftig gestritten, dass die Freundschaft vor dem Aus stand. Mein Partner, meine Freunde, meine Familie – fast alle waren genervt von meiner anstrengenden, impulsiven Art. Von alldem bekam ich wenig mit, ich hatte so viel Energie, gefühlt hätte ich Berge versetzen können.

Kein Schlaf, keine Freude – Plötzlich ging nichts mehr

Dann der Einbruch. Ich habe wieder einmal eine Schicht eines kranken Mitarbeiters übernommen. Ich stehe an der Kasse im Bistro und von einer auf die andere Sekunde bekomme ich Herzrasen. Mir wird schwindelig. Schweißausbrüche. Meine Gedanken reißen ab. Ich blicke auf das Wechselgeld in meiner Handfläche. Dann zu dem Kunden, der mich erwartungsvoll ansieht. Ich bekomme Panik. So etwas kenne ich nicht von mir. Ich rufe meine Mutter an, arbeite weiter, zwölf Stunden an diesem Tag. Verschwitzt und völlig erschöpft komme ich nach Hause, will einfach nur ins Bett. Doch ich kann nicht schlafen, die ganze Nacht kann ich nicht schlafen. Auch die nächste und die darauf Folgende nicht. Mein Herz rast, meine Gedanken rasen schneller. Ich mache mir Sorgen. Nie hatte ich Probleme mit dem Schlafen. Tagsüber spüre ich, dass mich meine Energie so allmählich verlässt. Ich schob die Schuld auf den Job und kündigte, in der Hoffnung, es würde dann besser. Doch nichts wurde wie vorher. Es wurde schlimmer. Nachts konnte ich nicht schlafen, tagsüber fehlte mir die Energie zum Aufräumen, Spülmaschine einräumen – für alltägliche Dinge.

Keiner konnte mir helfen

Innerlich spürte ich, dass ich wieder auf ein weiteres Tief zusteuerte, von denen ich bereits viele hatte. Ich hatte Angst. Äußerlich sagte mir eine Stimme, dass ich jetzt nicht einbrechen darf. Nicht jetzt, bevor mein Studium losgeht. Es warteten so viele Dinge auf mich, für die ich bereit und gewappnet sein musste. Ich wandte mich an meine Familie, hilfesuchend. Doch auch das höchste Maß an Mitgefühl konnte mir nicht helfen, keiner konnte mir helfen. Mit jedem Tag wurde es schlimmer, der Kloß in meinem Hals größer, das Gewicht an meinem Herz schwerer. Mit jedem Tag wurde ich unproduktiver. Kein Schlaf, keine Freude, keine Energie mehr. Zum Arzt gehen? Deswegen? Das habe ich mich nie getraut. Diesmal rief ich verzweifelt nur unter dem Vorwand ‚Schlafstörungen‘ an. Gebracht hat mir dieser erste Termin nicht viel. Das Antidepressivum half mir zwar einzuschlafen, allerdings war dies ein dumpfer, künstlicher Schlaf ohne Erholung. Das miese Gefühl tagsüber blieb. Schlechte Laune ist dafür eine Untertreibung, es ist noch so viel mehr als das. Ich brach innerlich ein, da alles, das mich einst zusammengehalten hat, plötzlich weg war. Ich fühlte mich allein gelassen. Ich konnte mich kaum konzentrieren. Ich zog mich mehr und mehr zurück, weil ich mich nicht mehr auf die Straße traute. Bis irgendwann gar nichts mehr ging. Irgendwann lag ich fast nur noch im Bett, hatte keine Energie mehr aufzustehen und mich anzuziehen.

Quelle: Sam Manns (Unsplash)

Es machte keinen Sinn so zu studieren. Ich musste erst einmal pausieren. Erst mal ausziehen und wieder zuhause einziehen. Ein Rückschritt. Dachte ich damals. Heute sehe ich es als ersten Schritt auf dem Weg zur Besserung. Allein hätte ich da nicht mehr herausgefunden. Dazu fehlte mir die Kraft. Zuhause bei meinen Eltern wurde es zunächst noch schlimmer, ich zog mich mehr und mehr zurück, wurde noch unsicherer, wenn ich einen Schritt vor die Haustür wagte. Wie sollte ich den anderen erklären, dass ich wieder zuhause bin? Dass ich bereits nach zwei Wochen mein Studium unterbrechen musste? Was sollte ich ihnen sagen, wenn sie mich fragten, wie es mir in der neuen Stadt gefiele? Ich musste lügen. Und das fiel mir verdammt schwer. Ich konnte nicht anders. Ich schämte mich. Weil ich versagt habe.

Wie ich es aus der Depression geschafft habe

Irgendwann war es so schlimm, dass ich wusste – entweder ich handle nun, oder es wird nicht mehr besser. Ich habe es in aller erster Linie für meine Familie, meinen Freund getan. Weil ich sie leiden sah, wenn sie mich ansahen. Weil ich wusste, ich würde sie verlieren, wenn ich mich selbst verliere. Also rief ich an, mit der allerletzten Kraft rief ich in einer Klinik an. Ich sage lieber Klinik als Psychiatrie, es klingt normaler, harmloser. Die Leute verstehen es besser, können besser damit umgehen. Der Schritt fiel mir nicht leicht, doch gleichzeitig war mir zu dem Zeitpunkt schon alles egal. Ich musste handeln, irgendetwas tun, damit es besser werden würde. Die ersten Wochen in der Tagesklinik des Bezirkskrankenhauses (so heißt es offiziell) gingen zäh voran. Ich war sehr planlos, konnte mich schwer auf den Ablauf konzentrieren und ihm folgen. Ich klammerte mich an die anderen Patienten und folgte ihnen überall hin. Lesen, mich selbst orientieren, das war noch zu viel für mich. Medikamententraining, Ergotherapie, Sport, Einzelgespräche, Gruppentherapie, Holztherapie, Musiktherapie, Yoga – ich hatte ein volles Programm, im Gegensatz zu meiner Zeit zuhause, als ich nur im Bett lag und maximal aufs Handy blickte. Der strukturierte Tagesablauf und der Kontakt zu anderen Menschen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten, half mir allmählich, mich aus meinem Loch zu ziehen. Es ging zäh voran, es dauerte lange. Doch irgendwann kam mein persönlicher Break-Even-Point. Nach über zwei Monaten in der Klinik ging es endlich bergauf, ich konnte wieder lachen, mich freuen, Dinge planen, kochen, Spaß haben. Es fühlte sich gut an, zu leben. Leben zu dürfen. Ich hatte wieder Hoffnung, spürte Freude und hatte Lust, weiterzumachen. Endlich wurde es besser. Wenn auch mit Unterstützung durch Medikamente. Aber das war mir egal – Hauptsache es ging mir wieder gut, nach all diesen schweren Monaten.

Wie ich in Zukunft mit der Krankheit leben werde

Doch wie mache ich jetzt weiter? Was habe ich aus dieser Höllenfahrt gelernt? Momentan verbringe ich die Tage zuhause, mit unglaublich viel Energie, ich bin nicht ausgelastet, versuche mich so gut es geht runter zu bremsen, um nicht schon wieder ins nächste Tief zu fallen. Ich koche, treibe Sport, mache Yoga, treffe Freunde, schreibe, versuche mich abzulenken. Wenn alles gut läuft, darf ich bald eine Langzeit-Reha im Allgäu antreten, in der ich mehr über mich und meine Krankheit lernen werde. Und lerne, wie ich damit in Zukunft leben und umgehen kann. Mich stabilisieren kann, wieder zu mir zurückfinden kann. Und dann? Dann möchte ich gerne zurück an die Uni, allen zeigen, was ich kann. Meinen Traum verwirklichen. Selbstständig werden. Und vor allem eins: gesund bleiben.

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Guide für faire Fashion

Diese nachhaltigen Modelabels solltet ihr kennen!

Quelle: Shanna Camilleri (Unsplash)

Wer kennt das nicht? Der Kleiderschrank ist proppenvoll, doch eigentlich gefällt einem momentan so gar nichts. Etwas neues möchte man sich des schlechten Gewissens wegen jedoch nicht kaufen. Secondhand-Läden, Flohmärkte oder Kleidertauschpartys sind gute Möglichkeiten, wie man dem Massenkonsum entgegensteuern und der Umwelt etwas Gutes tun kann. Ab und zu wäre es aber doch schön, sich etwas Neues gönnen zu dürfen. Damit das gute Gewissen beim Shoppen bleibt, gibt es mittlerweile unzählige faire Modemarken, von denen die meisten unter uns nur leider viel zu wenig hören. Deshalb möchte ich euch in diesem Blogeintrag von mir durch die faire Fashionwelt führen und euch gedanklich von Kopf bis Fuß einkleiden!

Quelle: Annie Spratt (Unsplash)

Ihr kanntet bisher nur Armed Angels? Ich muss gestehen, recht viel mehr kannte ich auch nicht. Doch da gibt es noch so viele Marken, die fair, bio oder sogar vegan produzieren und darauf warten von euch entdeckt zu werden. Beginnen wir bei Twothirds – das Eco-Fashion-Label setzt sich für weniger Plastik im Ozean ein – mit Kleidung aus Bio-Baumwolle, recyceltem Polyester und biologisch abbaubaren Verpackungen. „Das Symbol von Twothirds ist ein runder, niedlicher Wal. Er ziert T-Shirts, Sweatshirts sowie Tassen und Teekannen des Labels und lässt schon erahnen, worauf der Fokus des Unternehmens liegt: dem Meer. Umso weniger Abfall wir produzieren, desto sauberer sind die Meere – und dieser Devise folgt Twothirds in mehreren Bereichen, von wassersparender Produktion von Bio-Baumwolle bis zum Verzicht auf Plastiktüten“, schreibt Utopia in einem Artikel über die Surfer-Modemarke aus Barcelona in Spanien. „Der Name Twothirds erklärt sich folgendermaßen: Zwei Drittel unseres Planeten sind mit Wasser bedeckt – und um diesen großen Teil der Erde kümmert sich das Unternehmen mit besonderem Fokus.“

Mein dritter, heißer Tipp für euch ist die Marke Knowledge Cotton Apparel. Das nachhaltige Label existiert seit 1969, dementsprechend viel Erfahrung in der Modebranche bringt es mit sich. Auf der Website der Marke kann man genau nachverfolgen, wo die gekaufte Kleidung produziert wurde und wer sie hergestellt hat. Die Mission des Labels ist es, den Status Quo herauszufordern. „Wir haben das Innere einer Industrie gesehen, die einen beträchtlichen Einfluss auf die Umwelt hat. Wir wissen, wie ein richtiger Wandel geschehen kann, ernsthaftes Handeln ist nun gefragt“, schreibt Knowledge Cotton Apparel auf der eigenen Website.

Quelle: Heather Ford (Unsplash)

Das Fair Fashion Label LangerChen gibt es seit 2013. „Wir kreieren Eco Outdoorwear, die durch einen zeitlosen Look, nachhaltige Materialien und eine hohe Funktionalität punktet. LangerChen zeigt, dass Mode ‚made in China‘ nichts mit Massenproduktion oder schlechten Arbeitsbedingungen zu tun haben muss. In der eigenen Produktionsstätte etwa eine Stunde von Shanghai entfernt werden heute alle LangerChen Kollektionen gefertigt – vom Stoff bis hin zur fertigen Jacke“, beschreibt sich die Marke selbst im Internet.

Die Herstellung nachhaltiger Kleidung allein ist nicht genug, sagt das aus Australien stammende Label Thought. „Wir arbeiten ethisch und moralisch, von den Materialien, die wir benutzen, über das Design bis hin zur Lieferung unserer Kleidung. Wir denken über jeden Einfluss, den unser Geschäft hat, nach. Wir sind außerdem große Befürworter der „Slow Fashion“, weshalb wir Kleidung entwerfen, die langlebig ist. Die Kleidungsstücke, die wir am meisten lieben, halten mit guter Pflege länger. Das ist der Grund für unser Mantra “Wear me, love me, mend me, pass me on.” Es soll eine Erinnerung daran sein, auf alles, was wir besitzen, Acht zu geben.“

Quelle: Social Cut (Unsplash)

Nicht „Made in China“: UVR connected ist ein solides, mittelständisches Berliner Label, das Stoffe aus Italien, Portugal und Frankreich benutzt, schreibt der Tagesspiegel. Angefangen hatte alles 1998 in Uckermark auf einem ausgebauten Bauernhof. „Geschäftsführer Dirk Siever war es, der mit den ersten Produkten von UVR connected im Kofferraum durch Deutschland fuhr und sie Einzelhändlern anbot. Irgendwann war klar: „So kommen wir nicht weiter. Die Händler bezahlten nicht, und wir waren nicht liquide“, erzählt Siever. „Wir brauchten unsere eigenen Läden.“ Also kehrten sie nach Berlin zurück und eröffneten ein winziges Geschäft in Friedrichshain. Der Laden hat vom ersten Tag an funktioniert. Inzwischen haben sie noch drei weitere: in Mitte, Kreuzberg und Schöneberg.“

Im Jahr 2014 hat Verena Paul-Benz mit ihren jungen Designern und einer Kollektion nachhaltiger T-Shirts in kürzester Zeit aus Lovjoi ein Modelabel gemacht, das jährlich mit zwei erfolgreichen Kollektionen den Markt der Eco-Fashion erobert. „Eine klare Haltung wird zur Grundlage für jedes weitere Handeln. Entscheidungen, mit Scharfsinn getroffen, werden zu Erfahrungen, die das Herz berühren und neue Kräfte in uns wecken. Die gemeinsame Idee beflügelt, mit Leichtigkeit lassen wir bisherige Grenzen hinter uns und brechen auf, neue Horizonte zu erreichen. Das Leben ist ein Fest!“, schreibt das Label auf seiner Seite.

„Hinter Kuyichi steht eine Gruppe Niederländer, die Denim und die Welt lieben. Wir machen Jeans für Menschen, die das Leben genießen und wertschätzen. Wir finden, dass das Leben für jeden Spaß machen sollte. Die Menschen, die unsere Kleidung herstellen, möchten ihr Leben auch genießen. Deshalb wählen wir nachhaltige Materialien und Lieferanten, die fair produzieren. Unsere Reise begann 2000 in Peru, Südamerika. Die Gründer von Kuyichi – NGO Solidaridad – erkundeten die Baumwollindustrie in Peru und waren schockiert von der Verschmutzung und Armut, die sie dort sahen. Die Alternative war Bio-Baumwolle, ohne den Einsatz von giftigen Chemikalien und mit einem besseren Leben für die Baumwollbauern. Das am häufigsten getragene Baumwollprodukt sind Jeans, also haben wir angefangen 100 Prozent biologischen Denim zu produzieren.“

Quelle: Cam Morin (Unsplash)

Annette Hoffman und Elke Schilling stecken hinter dem Label Alma & Lovis. 2011 haben sie sich aus der Überzeugung zusammengetan, Mode und Nachhaltigkeit miteinander vereinbaren zu wollen. Beide lieben Mode, fühlen sich aber gleichzeitig auch der Umwelt und der Gesellschaft verpflichtet – sie legen großen Wert auf Naturmaterialien, höchste Qualität und eine sozial faire Produktion. „Das Wissen über die sozio-ökologischen Sünden der Textilbranche treiben uns an. Denn gerade in der Modebranche passiert vom Anbau bis zur Produktion so viel Unverständliches. Mode ist Ausdruck von Zeitgeist und soll die Individualität des Einzelnen unterstreichen. Es soll Spaß machen in schönen Materialien und Farben zu schwelgen – ohne schlechtes Gewissen! Die ethischen Aspekte im Herstellungsprozess sind uns sehr wichtig. Wir setzen auf verantwortungsvolle Produktionsbedingungen und einen vertrauensvollen, fairen Umgang mit Mensch und Natur.“

T-Shirts aus Holz? Gibt’s! Bei Wijld. Für die „WoodShirts“ nutzt das Label Holz von verschiedenen Laub- und Nadelbäumen aus unter anderem Deutschland, Österreich oder der Tschechischen Republik. Das Besondere ist, dass dieses Holz aus ausschließlich nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Den Bäumen wird die Zeit gegeben in Ruhe zu wachsen und für jeden Baum, der gefällt wird, wird direkt auch ein neuer gepflanzt. Aus einem Holzscheit von etwa einem Kilogramm können vier T-Shirts hergestellt werden. Der Materialeinsatz pro T-Shirt ist im Vergleich zu anderen Textilrohstoffen sehr übersichtlich.

Quelle: Ricardo Gomez Angel (Unsplash)

„Wir sind Feuervogl – zwar haben wir die Hose nicht erfunden, aber wir sind angetreten, um aktuelle Trends im Denim- und Cotton-Flat-Bereich nachhaltig, sozialverträglich und ökologisch in den Markt zu bringen“, stellt sich das Jeans-Label auf seiner Homepage vor. „Mit Feuervogl zeigen wir, dass Mode und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind, sondern beides möglich ist. Unsere Kollektion ist schwerpunktmäßig eine Hosenkollektion aus Organic Denim und Organic Cotton.“

Beim Label Mud Jeans kann man Kleidung leasen. Klingt verrückt? Hier jedoch ganz normal. „Wir haben ein wegweisendes Lease-A-Jeans-Modell eingeführt, um sicher zu stellen, dass wir die Eigentümer der Rohmaterialien bleiben und diese nach der Benutzung zu uns zurückkommen“, so die Modemarke. „30 Prozent der Klamotten in unseren Kleiderschränken werden nicht mal ein Jahr lang getragen. Kommt euch bekannt vor? Das Leanse-A-Jeans-Modell ist eine Lösung, die euch von eurem schlechten Gewissen befreien wird, für umweltbewusste Leute, die Lust auf etwas Neues haben. Nach einem 12-Monate-Leasing kann man entscheiden, ob man das Paar Jeans behalten möchte oder auf ein Neues umswitchen möchte. Die alten werden dann recycelt, um daraus neue Sachen zu produzieren.

T-Shirts, Pullover, Jeans alles gut, aber gibt es auch fair produzierte Schuhe? Ja, gibt es! EKN stellt nachhaltiges Schuhwerk her, und das sieht nicht mal schlecht aus. „In den letzten Jahrzehnten wurde der Sneaker-Markt mit schlecht verarbeiteten, synthetischen Schuhen überschwemmt. Diese Produkte sind nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern werden häufig auch unter unwürdigen Arbeitsbedingungen und für einen Hungerlohn hergestellt. Gute Gründe, diesem Trend eine Alternative entgegenzusetzen. Wir wollen in Zukunft Verantwortung übernehmen. Und machen das schon heute“, so das Label auf seiner Website.

Quelle: Tom Sodoge (Unsplash)

Auch Natural World entwickelt ökologische, sogar vegane Schuhe. Die junge Marke wurde mit dem Ziel geboren, einen 100 Prozent ökologischen Schuh herzustellen. „Die Essenz unseres Labels ist die Liebe zur Natur und die Authentizität unserer Produkte. Von unseren Büros in Arnedo (La Rioja) aus arbeiten wir daran, die Welt, in der wir leben, zu verbessern, um unseren Kindern eine bessere garantieren zu können.“

Vegan gibt es auch bei El Naturalista. „Unsere veganen Schuhe enthalten keinerlei tierischen Stoffe. Weder im Material selbst, noch im Herstellungsprozess werden tierische Stoffe verarbeitet. Unsere Materialien sind hochqualitative Stoffe, hauptsächlich Mikrofaser und Baumwolle, die echtes Leder zur Perfektion imitieren. Wir tragen Verantwortung für unsere Umwelt. Daher arbeiten wir ununterbrochen an der Forschung, Entwicklung und Innovation, um nachhaltige Qualitätsprodukte zu schaffen. Dieser Einsatz wird durch unsere Qualitäts- und Umweltschutzpolitik bekräftigt.“

Mal was anderes: Die Marke Paprcuts produziert Portemonnaies und Uhren, die nachhaltig produziert werden. Zudem gibt es Tabakbeutel und Bauchtaschen im Sortiment. Mit ihren witzigen, hippen Designs spricht das Label auf jeden Fall die junge Generation an und trifft hier einen Nerv.

„Gute Rucksäcke aus fairer Produktion“ gibt es bei Ethnotek. „Im Laufe der Jahre haben wir in elf verschiedenen Dörfern in fünf Ländern enge Arbeitsbeziehungen mit Kunsthandwerkern und ihren Familien entwickelt. Wir empfinden es als eine große Ehre, dass die Kunsthandwerker unsere Partnerschaft gleichermaßen schätzen und wir ihre traditionellen handgefertigten Textilien in funktionalen Taschen und Rucksacken weltweit anbieten können. Viele von ihnen sind ausgezogen und sind in ihre Dörfer zurückgekehrt, um mit ihren Familie zu leben und zu weben. Unser gemeinsames Ziel ist es, ihre Kunst einem großen Publikum zu zeigen um somit ihre eigene Kultur und Techniken zu bewahren.“

Quelle: Aniket Bhattacharya (Unsplash)

Den „etwas anderen“ Rucksack gibt es bei Airpaq zu kaufen. Die Geschichte der Firma, die ursprünglich aus einem Uniprojekt entstand, beginnt im September 2015 „als wir aus reinem Zufall in dasselbe Apartment in Rotterdam zogen, um unseren Master ‘Strategic Entrepreneurship’ zu beginnen“, so die zwei Gründer Michael und Adrian. „Wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden und bildeten ein Team für die im ersten Kurs anstehende Gruppenarbeit. Rückblickend war dies für uns eine wegweisende Entscheidung, da unser heutiges Airpaq-Team an diesem Tag seinen Ursprung fand. Im Zuge dieses ersten Kurses besuchten wir einen Schrottplatz, um Inspiration für ein Recycling-Projekt zu sammeln. Während wir durch das Labyrinth von gestapelten Autos schlenderten kamen uns viele Ideen – LKW Reifen könnten Sessel werden, Zylinderköpfe Kerzenständer, bis wir schließlich einen Airbag entdeckten. Die Festigkeit und das Gefühl des hochwertigen Airbag-Stoffes faszinierte uns und die Idee keimte in uns auf, einen Rucksack aus diesem Material zu fertigen.“

Auch die Marke Pinqponq fertigt faire Rucksäcke. „Die Produkte werden von uns in Köln entwickelt und designt, in Vietnam in Handarbeit gefertigt und auf den Weg nach Deutschland gebracht. Hier werden sie an ausgewählte Handelspartner ausgeliefert und anschließend zum Verkauf angeboten. Wir begleiten diese Beschaffungskette und stehen zu jedem Produzenten in direktem Kontakt. So können wir die Qualität der Produkte selbst garantieren und die chemische Reinheit von unabhängigen Prüfinstituten bestätigen lassen. Das Recycling ist ein elementarer Pfeiler unserer Nachhaltigkeitsstrategie zur Minimierung unseres Umwelteinflusses bei der Produktentstehung. So verwenden wir für unsere pinqponq Taschen Stoffe, die zu 100 Prozent aus gebrauchten PET-Flaschen gefertigt sind“, so das Label auf seiner Seite.

Quelle: Álvaro Serrano (Unsplash)

Zum Abschluss etwas sehr Kreatives: Feuerwear. Wie der Name schon sagt, fertigt das Label Unikate aus alten Feuerwehrschläuchen. Feuerwear recycelt diese zu hochwertigen Taschen, Rucksäcken und Accessoires. Die Brüder Martin und Robert Klüsener sind begeistert von der Mission, nachhaltige Mode zu schaffen. „Martin entwirft aus dem robusten Feuerwehrschlauch durchdachte Produkte, individuell und urban im Design. Robert ermöglicht durch smartes Wirtschaften eine lückenlos nachhaltige Upcycling-Produktion in Europa. So werden Feuerwear-Produkte zu den idealen Begleitern für die Einsätze des Alltags“, beschreibt sich die Marke selbst.

Ihr dachtet, das war schon alles? Längst nicht. Da gibt es noch Erlich – ein junges Kölner Modelabel für nachhaltig produzierte, hochwertige Wäscheprodukte. Melawear, Maqu, Eyd, Green Bomb, Wado, Veja, Greenality, Bleed, Grüne Erde, hessnatur, Lanius, Thokk Thokk, People Tree, Wunderwerk, Shirts for Life, Living Crafts, Recolution, Hemp Age, Lana, Room to Roam, Bidges & Sons, Brainshirt, Degree Clothing, Gary Mash, Continental Clothing, Daily`s Nothings`s Better, Kipepeo Clothing, Deepmello, Die rote Zora, Gotsutsumo, Greentee, Jan’n’June, Lena Schokolade, Mandala, Treches, Wiederbelebt, Woodlike & Woodlike Ocean und und und … worauf also wartet ihr noch? Jetzt habt ihr keine Ausreden mehr, euch nachhaltig einzukleiden!

Die besten Modelabels für faire Kleidung & faire Mode

23 Öko-Modelabels, die die Modebranche besser machen

 

Liebeserklärung an Unverpackt-Läden

Unverpackt-Läden gibt es schon in vielen Städten. Sie regen zum Umdenken an, verändern unsere Art einzukaufen und zu leben. Zeit für eine Liebeserklärung!

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Foto: Miriam Kratzer

Lieber Unverpackt-Laden, es gibt dich schon in vielen großen Städten, egal ob München, Göttingen, Kiel, Mainz oder Trier. Du regst uns zum Umdenken an, veränderst unsere Art einzukaufen und zu leben. Es wird höchste Zeit für eine Liebeserklärung an dich!
Das erste Mal Kontakt mit dir hatte ich tatsächlich am anderen Ende der Welt – auf einem winzigen Campingplatz in Neuseeland. Ich habe dort ein italienisches Pärchen kennengelernt, das den ersten verpackungsfreien Supermarkt in Rimini eröffnen möchte. Michela und Carlo haben mich inspiriert mit ihrem mutigen, erfrischenden Lebensstil. Selbst unter den widrigsten Umständen – zu zweit in einem kleinen, blauen Toyota Hiace, haben sie ihre moderne, vegane, plastikfreie Welt durchgesetzt und mich zugleich damit angesteckt. Die Linsen, Cornflakes und Spaghetti in Gläsern oder Binden aus Stoff – ich war platt.

„Zero Waste – was ist das?“

Unverpackt – du warst für mich ein Fremdbegriff. Bis ich wieder nach Hause kam und auch meine Lebensweise überdachte. Ich ging das erste Mal in Lebensmittelgeschäfte wie dich, die komplett ohne Verpackung auskommen und kam selbst aus dem Staunen nicht mehr raus. Beim ersten Mal hätte ich dich am liebsten leergekauft, alles in Gläser abgefüllt – egal ob Haferflocken, Essig, Öl, Kaffee oder Gewürze. Es bereitet einfach so viel Freude. Wenn ich bei dir bin, fühle ich mich zurück versetzt in meine eigene Kindheit, als ich noch mit Puppen und Kaufmannsladen gespielt habe.
Die Liebe zum Detail macht dich aus, und noch so viel mehr.

Warum ich diese Art einzukaufen so liebe? Nicht nur, weil man sich die Verpackungen spart, unnötigen Plastikmüll vermeidet und somit auch weniger davon in Nahrung und Umwelt wandert. Loses Shopping hat so viele Pluspunkte: Man kann genau abmessen, wie viel Zucker und Salz man möchte – perfekt für Singles und Studenten, die keine XXL-Packungen benötigen. Und ein Weg, um nicht mehr so viele Lebensmittel verschwenden zu müssen, wenn sie schlecht werden, weil es schlicht weg zu viel war. Man muss sich nicht mehr so oft überwinden, den Müll nach draußen zu bringen. Bei dir, lieber Unverpackt-Laden, wird mir deutlich vor Augen geführt, was ich eigentlich zum (Über)-Leben brauche und was nicht. Ich kann entspannt Unnötiges ausblenden und werde nicht dazu verleitet 30 Euro mehr für Mist auszugeben, der ungesund oder einfach überflüssig ist. So komme ich meinem Ziel, minimalistisch zu leben ein Stück näher und erfahre, dass es auch mit viel weniger geht. Ob es nun Zahntabletten, Haarseife oder loses Waschpulver ist – es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie weit wir dank dir bereits sind und dass ‚Zero Waste‘ mit dir möglich wird. Man fühlt sich nicht nur, als hätte man der Welt etwas Gutes getan, sondern genießt außerdem ein entspanntes Einkaufserlebnis. Weniger los als im Discounter und kaum Stress an der Kasse. Man trifft auf Gleichgesinnte, die ebenfalls umweltbewusst denken und leben.

„Global denken, lokal handeln“

Unverpackt, du bist die beste Umsetzung des Prinzips „global denken, lokal handeln“ – denn während ich persönlich etwas gegen den Klimawandel unternehmen kann, bleibt auch die Wertschöpfung vor Ort in der eigenen Stadt und fließt nicht ab wie etwa bei Aldi, Lidl und Co. Die Preise sind vergleichbar zum  Bio-Supermarkt, und die Hersteller werden meist fair für ihre Produkte bezahlt.
Mein Gewissen wird besser, aber auch der Kopf wird freier, da ich weniger Entscheidungen treffen muss. Wo wenig Auswahl, da wenig Stress. Diesen spart man sich übrigens auch zuhause: umpacken, auspacken und wegwerfen fällt weg. Nebenbei regt man dort auch Mama, Papa oder die Mitbewohner und Freunde zum Nachdenken an. Unverpackt, du tust gut, weil ich bewusster und gesünder lebe. Seitdem ich unverpackt einkaufe, mache ich mir viel mehr Gedanken darüber, was ich esse und ob Sachen, die nicht aus der Umgebung stammen denn wirklich notwendig sind. Unverpackt, du bist Luxus, denn andere haben nicht einmal die Wahl, ob sie mit oder ohne Plastik einkaufen können.

Das Persönliche zählt

Dein Alleinstellungsmerkmal jedoch ist definitiv das Persönliche. Man wird nicht einfach nur an der Kasse „abgefertigt“, sondern darf sogar mitbestimmen, was im Sortiment angeboten werden soll, Anregungen sind bei dir gerne gesehen. Zudem habe ich so automatisch einen Ansprechpartner zum Thema ‚Zero Waste‘ und Nachhaltigkeit vor Ort.

Worauf also wartet ihr da noch? Schnappt euch einen Schwung von Muttis Altgläsersammlung, ein paar Tupperdosen, Stofftüten oder einen Korb und stürzt euch in das schönste Einkaufserlebnis, das es momentan gibt!

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