Oktoberfest mal anders – Riesengaudi auf der „Oiden Wiesn“

IMG_20130925_183121 „Zu überfüllt, zu teuer und lauter Betrunkene“ oder ähnlich klingen die meisten Thesen, die gegen einen Wiesn-Besuch sprechen. Die sogenannte „Oide Wiesn“ beweist das Gegenteil und ist ein Beispiel dafür, dass man jeglichen Klischees trotzen und sich einen Gauditag auf dem größten Volksfest der Welt gönnen sollte. Die „Oide Wiesn“ ist heuer zum fünften Mal fester Bestandteil des Oktoberfests, sie wurde im Rahmen des 200-jährigen Jubiläums der Wiesn im Jahr 2010 eingeführt. Das sich im Südteil der Theresienwiese zu findende Spektakel symbolisiert Volksfestradition, bayerisches Brauchtum sowie traditionelle und jugendfrische Volksmusik. Vergleichbar mit einer Art „lebendem Museum“, in dem alte Fahrgeschäfte und andere historische Jahrmarktstraditionen im Originalzustand ausgestellt werden, bietet die „Oide Wiesn“ ein originelles Highlight am Oktoberfest. Das Besondere dabei ist, dass man all diese noch gut erhaltenen Karusselle fahren kann, und das für nur einen Euro. Somit repräsentiert sich die „Oide Wiesn“ als eine Art Retro-Volksfest, so wie es „früher“ gewesen ist, das in einem schönen Kontrast zur modernen Wiesn steht. Für einen Eintritt von drei Euro bekommt man den Zugang zu der kleinen Jahrmarktwelt, in der man sich fühlt, als wäre man zurück im Jahr 1958. Vom Autoscooter mit „Oldies“ aus den 60ern bis zum klassischen Nostalgiekarussel ist alles noch im damaligen Originalzustand erhalten. Raritäten wie ein Wohnwagen aus dem Jahr 1905, eine Schiffschaukel aus der Zeit um 1925 oder eine Jahrmarktsorgel von 1939 werden im Museumszelt ausgestellt. Nach ein oder zwei Maß kann man sich im „Humoristischen Velodrom“ einen Spaß gönnen, und für einen Euro seine Künste auf kuriosen Rädern testen und an Wettrennen vor vielen Zuschauern teilnehmen. Ebenso unterhaltsam sind die Außenareale der „Oiden Wiesn“. Bei der „Fahrt ins Paradies“, begleitet von Orchestermusik, fühlt man sich wie im Schneeexpress, nur nostalgischer und klangvoller. Auch das Marionettentheater und das Springpferdkarussell sind beliebte Anlaufpunkte des Traditionsjahrmarkts. Unter der Woche ist es leicht, gute Plätze in den drei Bierzelten der „Oiden Wiesn“ zu finden. Das Traditionsfestzelt und das Museumszelt bieten traditionelle, bayrische Volksmusik, im „Herzkasperl Musikantenzelt“ bekommt die junge Volksmusik eine Bühne. Da sich das Traditionsfest mittlerweile allgemeiner Beliebtheit unter den Münchern erfreut, wird es weiterhin beibehalten und auch wieder bei der Wiesn 2015 Teil des Oktoberfests sein. Nun nichts wie los und auf zur Oiden Wiesn!

Nostalgisch geht es auf der Oiden Wiesn zu, auf dem Bild ist eine Jahrmarktsorgel aus dem Jahr 1939 zu sehen.

Nostalgisch geht es auf der Oiden Wiesn zu: Auf dem Bild ist eine Jahrmarktsorgel aus dem Jahr 1939 zu sehen.

Über laurajuhu

23-jährige Journalistik-Studentin, die gerne über inspirierende, zukunftsorientierte Menschen und Themen bloggt und schreibt. Ab und zu auf zeitjung.de und idowa.de/freistunde zu lesen. Zuhause in der Nähe von München.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: