Generation Smartphone

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Das Handy – ein Ding, das sich nicht mehr wegdenken lässt aus unserer heutigen Gesellschaft. Das erste, was die meisten von uns am Morgen machen, bevor sie aufstehen, ist der Blick auf’s Handy. Erstmal What’s App und Facebook abchecken und schauen, welche Neuigkeiten wir sonst so über Nacht verpasst haben: Das Super-Bowl Ergebnis, jegliche Biervideos oder Schlagzeilen um den Hoeneß-Prozess. Vor allem nichts verpassen und ständig erreichbar sein – das ist mit der Einführung von Handys bzw. Smartphones wichtiger geworden. Vielen fällt es schwer, das kleine, viereckige Ding mal für längere Zeit aus der Hand zu legen – mich nicht ausgenommen. Denn was kann man nicht alles machen mit diesem praktischen, handlichen Gerät: Chatten, Mails schreiben, Musik hören, spielen, Nachrichten lesen, Videos oder gar ganze Filme anschauen, Fotos machen, und natürlich – ganz vergessen – telefonieren! Unzählige Apps wie What’s App, Facebook, Twitter, Instagram, Spotify, YouTube, Quizduell, Google Translator, Spiegel Online oder Snapchat, versüßen einem den Alltag und machen alles so schön schneller und komfortabler. Deswegen der Name „Smart – Phone“, was soviel wie „schlaues Telefon“ bedeutet. Es kann viele Funktionen nach nur wenigen Berührungen ausführen.

Heutzutage haben neun von zehn Teenagern ein Handy. Laut einer Statistik der Internetseite Proteus Solutions, ist die Zahl der Mobilfunkanschlüsse in Deutschland von knapp 60 Millionen im Jahr 2002, auf insgesamt 110 Millionen im Jahr 2011 gestiegen. Das sind beachtliche Zahlen. Auch bevor wir ins Bett gehen und schlafen, ist meist unsere letzte Aktion des Tages mit dem Handy verbunden: Den Wecker stellen, unseren Freunden eine gute Nacht wünschen, ein letzter Blick auf Facebook…

Neue Art zu kommunizieren

Mit dem Smartphone, dem Internethandy, hat sich ein völlig neuer Weg der Kommunikation entwickelt. Dank Kurznachrichtendiensten wie What’s App kann man grenzenlos so viel schreiben, wie man will. Fotos, Videos, Sprachaufnahmen – alles kann man ganz unkompliziert mit seinen Freunden teilen. Alles geht viel schneller. Aber sparen wir dadurch wirklich Zeit? Oder vertrödeln wir jetzt gar mehr Zeit, weil wir noch viel mehr als vorher schreiben können?

Eines hat sich auf alle Fälle geändert: Die Hemmungen, sich mit anderen, fremden Leuten zu „unterhalten“, haben sich gelöst. Dank der Möglichkeit, über einen bloßen Bildschirm zu kommunizieren, kann man sich verstecken und so sein, wie man gerne sein würde, ohne dass man dem „Gesprächspartner“ dabei in die Augen schauen muss. So geht alles viel leichter und schneller. Dies kann gut für uns sein, weil wir nun die Möglichkeit haben mit einer viel größeren Anzahl an Personen gleichzeitig zu kommunizieren und sich Freundschaften schneller entwickeln können als vorher. Es kann aber auch dazu führen, dass man die Gefahr, die sich hinter diesem Weg der Kommunikation birgt, unterschätzt. Man wird leichtsinnig und tauscht Bilder mit wildfremden Personen aus ohne lang darüber nachzudenken, welche Auswirkungen diese Aktion – ein „Touch“ auf „Senden“ – haben könnte. Man erzählt mehr über sich, und überschreitet manchmal die „unsichtbare“ Grenze, weil es über den kleinen Apparat viel leichter ist, Dinge von sich preiszugeben und über Gefühle zu sprechen. Immer wieder passiert es darum auch, dass Nacktbilder von jungen Mädchen oder andere peinliche Fotos und Videos von Jugendlichen im Netz landen oder umhergeschickt werden, was rapide zu Mobbing und Ausgrenzung führt.

Wie nutzen wir dieses Ding – das Handy – also am besten? Wie kann man es sinnvoll nutzen, ohne zu übertreiben? Am besten ist es wohl, das Handy nur herzunehmen, wenn man es wirklich braucht. Aber wie kann ich mich dann davon abhalten, es länger als gewollt zu gebrauchen und irgendwelche überflüssigen Sachen zu machen? Ich denke, das geht nur, wenn man das Handy wirklich diszipliniert für ein paar Stunden weglegt, an einen Ort, an dem man es nicht mehr sieht. Dann kann man „ungestört“ etwas machen – zum Beispiel lernen oder lesen – und zu Ende bringen. Außerdem sollte man immer genau überlegen, was man wem schreibt oder schickt.

Das Handy also Fortschritt oder Risiko für uns? Ich denke beides. Auf der einen Seite sicherlich ein technischer Quantensprung, auf der anderen jedoch ein Zeitfresser und ein Ding, das uns manchmal manipuliert und verführt.

ADAC – das tut weh!

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Gelber Engel, Helfer in Not? Letzteres ja, Engel eher nicht. Dabei hatte der Tag doch wunderbar begonnen: Die Sonne schien und wir traten die Heimreise von einer schönen Skiwoche in der Schweiz an. Nach ein paar Stunden streikte dann jedoch unser guter, alter Espace auf der Autobahn. Auf dem Seitenstreifen halten, Warnblinklicht anschalten und Warndreieck aufstellen – eine ganz gewöhnliche Autopanne. Wir rufen sofort den ADAC-Abschleppdienst an und warten. Nach einer guten Dreiviertelstunde kommt dann auch endlich der „Retter in der Not“ und bringt uns zur nächsten ADAC-Werkstatt. Dort angekommen, erfuhren wir, dass wir nun zweieinhalb Stunden auf einen Pick-Up warten müssten, um nach Hause gebracht zu werden. Der Samstagnachmittag war natürlich im Eimer. Noch dazu kommt, dass dieses ganze Abenteuer ausgerechnet an einem Wochenende passiert, an dem ein Berg von Arbeiten, die ich noch erledigen muss, auf mich wartet. Schließlich werden wir um 19.30 Uhr abgeholt und fahren los, um 22 Uhr sind wir dann zu Hause angekommen.

Ich bin nicht nur frustriert über die Verspätungen, sondern auch enttäuscht von dem schlechten Service des ADAC und der Freundlichkeit, die sehr zu wünschen übrig lässt. Vor vier Jahren hatten wir mit unserem alten VW Polo schon einmal eine Panne, der ADAC kam sofort, das Team war super freundlich, engagiert, motiviert und kompetent. Wir bekamen sehr schnell einen Leihwagen, unser Auto wurde in der ADAC-Werkstatt repariert und wenige Tage später konnten wir es problemlos abholen. Keine Komplikationen. Vielleicht war das heute ja auch eine Ausnahme, enttäuscht bin ich trotzdem vom ADAC – da scheint sich wohl einiges geändert zu haben.

Dennoch bin ich dankbar, dass es den ADAC gibt und wir Mitglied sind, immerhin wurden wir abgeschleppt – ich möchte nicht wissen, wo wir jetzt ohne dieser Hilfe stecken würden.